Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Keurkoeſy hatte Alles begriffen, Alles verſtan⸗ den. Die türkiſchen Kleider, die man dem kleinen Prinzen anfertigte, hatten ihm das Ziel der Reiſe verrathen. Er kannte das Zeremoniell, nach welchem Niemand, ſelbſt nicht die Geſandten der auswärtigen Mächte, anders als in türkiſchen Gewändern, mit dem Turban und dem Kaftan angethan, am Hofe des Sul⸗ tans und vor ſeinem Angeſicht erſcheinen durften. Da man alſo dem Prinzen türkiſche Gewänder ge⸗

macht, ſo war er beſtimmt, nach Konſtantinopel zu

gehen und vor dem Sultan zu erſcheinen.

Aber er ſoll nicht gehen, ohne daß ſeine Mutter benachrichtigt iſt, ſagte Keurkoeſy zu ſich ſelber, und in dieſer ſelben Nacht noch, während Alles ſchlief, ver⸗ ließ einer der Lakaien des kleinen Fürſten Franz Rä⸗ koczy das Lager, und ſprengte in vollem Galopp von dannen, um den Brief Keurkoeſy's nach Munkaes zur Fürſtin zu bringen, den Brief, der weiter nichts ent⸗ hielt, als die Worte:In vier Tagen ſoll der junge Fürſt Franz Räkéezy nach Konſtantinopel abreiſen. Wenn Euer Durchlaucht ihn noch einmal ſehen wollen, müſſen Sie ſich eilen.

Aber die vier Tage vergingen, ohne daß der Bote Keurkoeſy's zurückkehrte, ohne daß irgend eine Kunde von der Fürſtin kam. Hatte der Bote ſeinen Brief