Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

192

beſuchen, und vor ihm ſollte ich mich mit allen meinen neuen Kleidern ſchmücken.

Sagen Sie mir nur dies Eine, Prinz, bat Kenrkocſy dringend:wie ſind denn Ihre Kleider ge⸗ macht? Sind ſie nach ungariſchem Schuitt, oder ſind es liniformen?

Weder das Eine noch das Andere! lachte der Knabe;es ſind lange Gewänder, die bis auf die Füße herabreichen, rings herum mit Pelz verbrämt, mit Gold oder Silber geſtickt, mit langen aufgeſchlitz⸗ ten Aermeln, dazu kommen ganz weite ſeidene Panta⸗ lons und prächtig golddurchwirkte, enganſchließende Unterkleider mit engen Aermeln, die unter den wei⸗ ten aufgeſchlitzten Aermeln des Oberkleides hervor⸗ ſchauen.

Das iſt ja ein vollſtändiger türkiſcher Anzug? rief Keurkveſy entſetzt,es fehlt nichts als die gelben Stiefeln und der Turban!

Oh, die beiden habe ich auch! ſagte der Knabe triumphirend,ganz prächtige gelbe und rothe Stie⸗ felchen, und Turbane von echten türkiſchen Shwals mit Brillantagraffen daran.

Und wann, wann werden Sie reiſen, Prinz?

fragte der Diener ängſtlich. Das weiß ich nicht! Mein lieber Vater hat es

7