Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

33

ſich beeiferte, die Gunſt des deutſchen Kaiſers und Königs von Ungarn, Leopold des Erſten, zu erwer⸗ ben. Freiwillig und ohne jeglichen Zwang erſtattete Sophie daher die beiden ungariſchen Komitate, welche einſt Ferdinand II. an den ſiegreichen Georg Rä⸗ köczy 1. erblich überlaſſen, dem Kaiſer Leopold zu⸗ rück, brachte ihm zwei Feſtungen ihres Sohnes zum Geſchenk dar und bat den Kaiſer, die vier ungariſchen Feſtungen ihres Sohnes, Feſe, Tokay, Onod und Patak, mit deutſchen Garniſonen beſetzen zu laſſen. Kaiſer Leopold war nicht undankbar gegen ſo auf⸗ richtige Beweiſe der Anhänglichkeit und Ergebenheit; er nahm die Geſchenke der frommen und ſchönen

Witwe huldreich an, er erfüllte ihren Wunſch und

beſetzte die vier ungariſchen Feſtungen, er verſicherte die Witwe Georg Räköczy's ſeiner Gnade, und um

ihr gleich einen Beweis von derſelben zu geben,

ſchickte er eine eigene, nur zu dieſem Zwecke ernannte Geſandtſchaft an den türkiſchen Sultan, um dieſen zu erſuchen, er möge es geſtatten, daß Franz Räkéczy auf den Fürſtenſtuhl von Siebenbürgen erhoben werde. Der Sultan indeß lehnte dies Erſuchen entſchieden ab, und Kaiſer Leopold mußte ſich begnügen, die Für⸗ ſtin Sophie Räköczy für alle kommenden Zeiten ſei⸗ ner Gnade zu verſichern, und ihr als Erſatz für ſo 1561. II. Franz Räköczy. I.. 3