Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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kümmerte ſich wenig um dieſen Haß und Zorn der ſiebenbürgiſchen Stände, der nur von fernher wie das Heulen der Windsbraut an die dicken Mauern ihrer Feſtung Munkäcs zitterte und die ſtolze und feurige Witwe Georg Räköczy's nicht in ihren Entſchlüſſen zu beunruhigen vermochte.

ie war eine entſchloſſene, kühne und muthige Frau dieſe Sophie Bätöry, die Witwe Georg Räköczh's, ſie war aufrichtig begeiſtert für ihre neue Religion, zu der ſie ſich und den Sohn ſo rückhaltslos und öffent⸗ lich bekehrt hatte, und ſie war außerdem auch genau deſſen bewußt, was ſie wollte und erſtrebte.

Sie wollte ſich uid den Sohn erretten aus den Gefahren, welche die Familie der Räköczy in dem Haß des Kaiſers und des Sultans bedrohte, und dazu war es nöthig, daß ſie den Sohn ganz und gar mit den Traditionen ſeiner Familie brechen ließ, daß ſie ein neues Geſchlecht der Räköczy ſchuf, ein Ge⸗ ſchlecht, das der katholiſchen Religion und dem Kaiſer anhing, und von dieſen beiden nur ſeinen Ruhm und ſeine Ehre und Würde empfangen wollte.

Die Witwe Räköczy's, Sophie Bätöry, hatte ge⸗ lernt von den traurigen Erfahrungen, die ſie an der Seite ihres unglücklichen Gemahls gemacht; ſie hatte einſehen gelernt, wie wankelmſithig das Volk, wie