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Georg Räköczy am 8. Juni 1660 an den Folgen ſeiner Wunden im vierzigſten Jahre ſeines vielbe⸗ wegten, thatenreichen, aber ruhmlofen Lebens.
Die Stände von Siebenbürgen ſchritten jetzt zu einer neuen Fürſtenwahl, und an die Stelle des ver⸗ haßten, rohen und grauſamen Bareſay wählten ſie den frühern Feldherrn Georg Räköczy's, Johann Kemény, zum Fürſten von Siebenbürgen.
Aber es blieb den Freunden Georg Räköczy's, es blieb den Patrioten in Ungarn und Siebenbürgen eine Hoffnung für die Zukunft,— es blieb ihnen der Sohn Georg Räkéczy's, der junge Franz Räköczy, dem die Stände ſchon im Jahre 1652 die Nachfolge auf den Fürſtenſtuhl ſeines Vaters verſprochen hatten.
Indeß Franz war jetzt noch zu jung, um in ſo ſchlimmen und gefährlichen Zeiten die Leitung der Staatsgeſchäfte übernehmen zu können. Es bedurfte einer ganzen ungetheilten Manneskraft, um allen das arme kleine Land umdräuenden Gefahren Trotz zu bieten, und Franz Räköczy war faſt noch ein Kind, war ein Knabe von kaum fünfzehn Jahren. Doch auf dieſem Knaben ruhten alle Hoffnungen für die
Zukunft, und als man den Freund ſeines Vaters,
als man Johann Kemény zum Fürſten erwählte, da flüſterte man ihm in's Ohr: wir wählen Dich als den


