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Leopold I., ſeinen Feind und Widerſacher, jetzt um ſeinen Beiſtand und ſeine Vermittlung bei der Pforte anzuflehen. Des Kaiſers einzige Antwort beſtand darin, daß er ein deutſches Heer nach Ungarn ent⸗ ſandte, um die in Ungarn gelegenen, der Familie Räkéczy zugehörigen Feſtungen zu beſetzen, und den ungariſchen Ständen verbot, dem Fürſten Hülfe zu leiſten. Vergebens auch wandte ſich Georg Räkéezy an ſeine eigenen Stände und beſchwor ſie, dem An⸗ ſinnen des Sultans zu widerſtehen. Sie hatten es nicht vergeſſen, daß der Fürſt, ihren Wünſchen und ihren Bitten entgegen, den Zug nach Polen unter⸗ nommen, daß er von dort gedemüthigt und ſchmach⸗ beladen heimgekehrt war ohne Armee, ohne Geld und ohne Ehre. Mit dem ehrumfloſſenen, ſiegreichen Für⸗ ſten würden ſie es gewagt haben, den Befehlen der Pforte zu trotzen, aber für den beſiegten, ruhmloſen Abenteurer mochten ſie ein ſolch gefährlich Wagniß nicht unternehmen.
Georg Räköczy ward alſo von den Ständen der Fürſtenwürde entſetzt, und ſein Freund Franz Räday an ſeiner Statt erwählt. Aber dieſe Wahl ſeines Freundes war für Georg Räköczy nur eine Gelegen⸗ heit, um den Kampf gegen die Pforte wieder aufzuneh⸗ men. Er verband ſich mit den Woiwoden der Mol⸗


