tauſend Mann zog Georg Räkoczy gegen Polen, ver⸗ einigte ſich dort mit dem Schwedenkönig und begann den erbitterten Kampf gegen den Polenkönig Johann Kaſimir. Aber bald rief eine Schreckensbotſchaft den König Karl Guſtav von ſeinem abenteuerlichen Feld⸗ zug nach der Heimat zurück. Der König von Däne⸗ mark hatte die Abweſenheit ſeines ſchwediſchen Riva⸗ len benützt und war mit einer bedeutenden Truppen⸗ macht in ſein Land eingefallen. Karl Guſtav mußte ſchleunig heimkehren, den Feind im eigenen Lande zu bekämpfen, und Georg Räköczy ſtand jetzt allein ohne Bundesgenoſſen in Polen, während der von ihm be⸗ feindete König Johann Kaſimir gerade um dieſe Zeit mit dem Rachfolger Kaiſer Ferdinands, mit Leopold I., ein Bündniß geſchloſſen hatte, kraft deſſen der Kaiſer ihm ein Hülfskorps von ſechzehntauſend Mann ſtellte.
Und jetzt kam zu Georg Räköczy dieſelbe Schreckens⸗ kunde, welche den Schwedenkönig aus Polen vertrieben hatte. Der Sultan, voll Zorn über den Ungehorſam und die Widerſpenſtigkeit des Fürſten von Sieben⸗ bürgen, hatte den Chan der Tataren mit ſeinen Hor⸗ den nach Siebenbürgen beordert, um das Land zu be⸗ ſetzen und dem Fürſten die Heimkehr zu verwehren. Vorher aber ſollte der Tatarenchan in Polen ſelber den widerſetzlichen Vaſallen der Pforte bekämpfen,


