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auf dem Fürſtenſtuhl zugeſagt, und jetzt, da Räköczy ihn von demſelben verdrängen wollte, beeilte ſich Kaiſer Ferdinand, ſelbſt mit der Gewalt der Waffen ſein Erbe und ſeine Rechtsanſprüche vertheidigen zu wollen.
Er ſandte ein Heer gen Siebenbürgen, um Georg Räköczy zu bekämpfen und für den Kaiſer das Für⸗ ſtendiadem zu erobern. Aber an die Spitze dieſes Heeres ſtellte er einen Feldherrn, der von allen Gene⸗ rälen des Kaiſers vielleicht am wenigſten dazu geeignet ſchien, die ihm übertragene Miſſion zu erfüllen. Dieſer Feldherr war der ungariſche Palatin Nikolaus Eſter⸗ häzy, der, obwohl im Herzen ein treper nd eifriger ungariſcher Patriot, dennoch die Kunſt and, unter ergebenem Günſtlingslächeln ſeine inrt zu verſchleiern und den Kaiſer an feine unbedingte Treue, ſeinen pflichteifrigen Gehorſam glauben zu machen. Er hatte daher die ihm übertragene Miſſion angenommen und war mit einem öſterreichiſchen Armeekorps ausgezogen, den Fürſten Georg Räköczy aus Siebenbürgen zu vertreiben und den Kaiſer Fer⸗ dinand II. als den Herrn von Siebenbürgen zu pro⸗ klamiren.
Indeß die innerſten Gedanken des Palatins Niko⸗ laus Eſterhäzy waren wenig übereinſtimmend mit


