Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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trotzen, alle ſeine Feinde zu beſiegen oder mindeſtens ihnen die Stirne zu bieten. Ungarn und Siebenbür⸗ gen frei, ſelbſtſtändig und unabhängig zu machen, der Vorkämpfer und Schutzherr der Proteſtanten zu ſein, und dem ſtrengkatholiſchen Kaiſer Ferdinand II. jeden

Fußbreit Landes außerhalb der Grenzen Oeſterreichs

ſtreitig zu machen, das waren die feſten und uner⸗ ſchütterlichen Entſchlüſſe, mit denen Georg Räköczy den Fürſtenſtuhl beſtieg.

Den Proteſtanten ein Schild, dem Kaiſer ein Damm wollte er ſein. Damit er dies um ſo kräftiger und energiſcher durchführen könne, nahm er die dar⸗ gebotene Hand des Sultans an, der ihm bereitwillig ſeine Hülfe und Freundſchaft anbot, weil er in dem proteſtantiſchen Fürſten von Siebenbürgen einen ge⸗

fährlichen Feind ſeines eigenen Feindes, des Kaiſers

Ferdinand, erkannte. Dieſe Feindſchaft des katholiſchen Kaiſers gegen den proteſtantiſchen Fürſten Georg Räköczy eclatirte gleich an dem Tage, an welchem dieſer ſeinen Fuß auf den Fürſtenſtuhl von Sieben⸗ bürgen ſetzte.

Kaiſer Ferdinand beanſpruchte für ſich ſelber die Herrſchaft und den Thron von Siebenbürgen. Geſtützt auf ein mit Gabriel Bethlen getroffenes Ueberein⸗ kommen, war ihm bei deſſen Ableben die Nachfolge