Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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mancherlei Zwiſchenfällen den Sohn von Sigismund Räköczy, den tapfern, hochgeehrten Freund und Kampf⸗ genoſſen Bethlen's, Georg Räkéczy, zu ihrem Für⸗ ſten und Herrn.

Feurig und lebensvoll, ehrgeizig und thatendurſtig wie er es war und es ſein durfte in der Fülle ſeiner Kraft, nahm der Sohn Sigismund Räkéczy's die auf ihn gefallene Wahl mit freudigem Muthe an, und be⸗ ſtieg im Jahre 1631 den Fürſtenſtuhl von Sieben⸗ bürgen als Fürſt Georg Räkéczy der Erſte.

Er iſt der Ahnherr des fürſtlichen Geſchlechts der Räkéczy, der erſte ſouveräne Fürſt dieſes erlauchten und herrlichen Stammes, deſſen Ruhm und Glanz ein ganzes Jahrhundert hindurch die Welt durchſtrahlen ſollte, um dann in Nacht und Schweigen zu verlöſchen wie ein Meteor.

Georg Räkéczy I., der neue Fürſt von Sieben⸗ bürgen, war ſich indeſſen gar wohl bewußt, welch' einen gefahrvollen Schritt er that, als er ſeinen Fuß

auf den ſiebenbürgiſchen Fürſtenſtuhl ſetzte. Es war

nicht ein müßiges Leben des Glanzes und der Fürſten⸗

herrlichkeit, das man ihm anbot, ſondern ein Leben der Gefahr, der Kämpfe, der Sorgen und Mühen.

Aber er zagte dennoch nicht, denn er fühlte in ſich

die Kraft und den Muth, allen dieſen Gefahren zu