Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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müde werden, dieſen Schauplatz ſeines einſtigen Glückes, ſeiner einſtigen Größe zu betrachten.

Jetzt ſah ſie ihn raſch den einfachen Caleſchwagen beſteigen, gefolgt von Becker und Savary, ſah in die für den Kaiſer beſtimmte, glänzende Equipage die Generale Gourgaud und Bertrand einſteigen, ſah das übrige Gefolge und die Dienerſchaft in den andern zwei Wagen Platz nehmen, hörte dieſes unter Thränen und Schluchzen halb erſtickte:

Vive'Empereur! der zurückbleibenden Diener— nun rollten die

Wagen von dannen mit einem lauten Donner, welcher die einſamen Säle von Malmaiſon durchhallte und ihnen verkündete, daß der Kaiſer ſie für immer verlaſſen habe.

Hortenſe ſank auf ihre Kniee und zog ihre Söhne mit ſich nieder. Betet, rief ſie mit bleichem, von Thränen überflutheten Angeſicht, betet

für den Kaiſer und für Frankreich!

1V. In Rochefort.

Nach viertägiger Fahrt war Napoleon mit ſeinem Gefolge endlich in Rochefort angelangt. Die beiden, von der proviſoriſchen Regierung ihm zur Verfügung geſtellten Schiffe lagen allerdings in dem Hafen von Rochefort für ihn bereit, aber vor dem Hafen lagen ſchon die, wie man ſagte, von Fouché benachrichtigten Schiffe der Engländer, den Hafen blokirend und entſchloſſen, jedes den Hafen verlaſſende Schiff anzugreifen.

Napoleon vernahm dieſe Nachrichten mit einer wunderbaren Ruhe und Gelaſſenheit, und ſie ſchienen ihn gar nicht zu berühren. Seine Gedanken weilten immer noch in Paris und bei ſeiner Armee.

Immer noch hoffte er, daß das franzöſiſche Volk ihn mit Gewalt wieder auf ſeinen Thron erheben, daß ſeine Armee ihn zurückrufen werde.