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Eures Gewiſſens entgegen. Seid ſtark in Eintracht, in Muth und in Reſignation. Liebt Frankreich, und Denen, die es hören wollen, ſagt es, daß der ſcheidende Kaiſer Frankreich ſeinen Segen und ſeine Liebe zurückläßt!
Die Thür des äußeren Vorſaals öffnete ſich jetzt und General Becker trat ein.
Sire, ſagte er mit leiſer, zitternder Stimme, Sire, Alles iſt be⸗ reit, wenn es Ew. Majeſtät gefällig iſt!
Napoleon neigte leiſe bejahend das Haupt, ein lautes Aechzen und Klagen, Weinen und Schluchzen rauſchte durch den Saal, Aller An⸗ geſichter waren dem Kaiſer zugewandt, Aller Augen waren überſtrömt von Thränen.
Napoleon wandte ſich um, drückte Hortenſe, die weinend hinter ihm ſtand, noch einmal in ſeine Arme und reichte dann den Freunden ſeine beiden Hände dar.
Sie ſtürzten zu ihm hin, ſie ſanken vor ihm auf die Kniee und bedeckten ſeine Hände mit ihren Thränen, ihren Küſſen, und weinten und ſchluchzten laut.
Der Kaiſer weinte nicht, ſein bleiches Antlitz hatte einen wunder⸗ baren, feierlichen Ausdruck angenommen, ſeine Augen glänzten wie an den Tagen ſeiner großen Schlachten.
Lebt wohl, lebt wohl! rief er mit der lauten, tönenden Stimme, mit welcher er ſonſt ſeine Soldaten zur Schlacht, zum Sieg gerufen. Lebt wohl!
Seine Stimme hallte noch in dem Saal wieder, als er ihn haſtigen Schrittes ſchon verlaſſen hatte.
Hortenſe eilte zum Fenſter hin und lehnte ſich hinaus, um ihn noch ein Mal, ein letztes Mal noch zu ſehen.
Jetzt trat der Kaiſer aus dem Portal, jetzt ſah ſie noch ein Mal ſein bleiches, ehernes Angeſicht, ſah, wie er einen langen, langen Blick über die Bäume, die Alleen des Gartens dahin ſchweifen ließ, wie er, ſchon den Fuß auf den Tritt des Wagens geſetzt, noch einmal ſich
umwandte und hinſchaute nach dem Garten, als könne ſein Auge nicht


