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Aber bald erſchallte von Paris her die Nachricht, daß die Stadt ſich den Feinden übergeben habe, daß die Verbündeten, und mit ihnen auch der König Ludwig der Achtzehnte in Paris eingezogen ſeien, daß die Armee ſich unterworfen habe.
Bei dieſen Nachrichten ſah man den Kaiſer erbleichen, und ein ſchwerer Seufzer entrang ſich ſeiner Bruſt. Nun, dann iſt es Zeit, Frankreich zu verlaſſen, ſagte er. Jetzt giebt es für mich keine Hoff⸗ nung mehr!
Aber wohin wollen Ew. Majeſtät gehen? fragte der Graf Las Caſes.
Ich werde nach den Vereinigten Staaten gehen, rief Napoleon lebhaft. Man wird mir dort Land geben, oder ich werde es kaufen, wir werden es anbauen. Ich werde damit enden, womit der Menſch angefangen hat; ich werde von dem Ertrag meines Feldes und meiner Heerden leben.*)
Aber glauben Ew. Majeſtät, daß die Engländer Sie ungeſtört Ihr Feld in Amerika werden beſtellen laſſen?
Warum nicht? Was für Schaden könnte ich ihnen dort zufügen?
Was für Schaden, Sire? Ew. Majeſtät haben alſo vergeſſen, daß Sie England haben zittern machen? So lange Sie leben und frei ſind, wird England Ihr Genie und Ihren Haß fürchten. Sie wären für England vielleicht auf dem Throne Frankreichs, den Ludwig der Achtzehnte jetzt ſo klein gemacht, weniger gefährlich, als Sie es ihm in den Vereinigten Staaten ſein würden. Die Amerikaner lieben und bewundern Sie; Sie würden auf dieſelben großen Einfluß ausüben, und ſie vielleicht dahin bringen, gewichtige Unternehmungen gegen Eng⸗ land zu beginnen.
Was für Unternehmungen? fragte Napoleon achſelzuckend. Die Engländer wiſſen wohl, daß die Amerikaner mit ihrem letzten Tropfen Blut ihr Land und ihre Freiheiten vertheidigen, aber daß ſie ſich ſchwer dazu entſchließen würden, einen auswärtigen Krieg zu führen. Sie ſind noch nicht ſo weit vorgeſchritten, um die Engländer ernſtlich beunruhigen zu können. Eines Tages werden die Amerikaner vielleicht die Rächer
*) Napoleons eigene Worte. Siehe: Fleury. Vol. IW. S. 80.


