Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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verneigte er ſich leicht vor Lucian und Caulaincourt, und ging lang⸗ ſam der Thür zu.

Natter, ſagte der Kaiſer, als Fouché hinaus gegangen war, Natter, welche ſich Jedem unter die Füße legt, aber immer bereit iſt zu ſtechen.

Der man daher lieber aus dem Wege gehen und ſie nicht reizen ſollte, ſagte Lucian.

Ah, ich fürchte ihr Gift nicht, rief Napoleon. Ich bin kein Achill, die Stelle, wo ich ſterblich bin, iſt daher nicht an meiner Ferſe und dem Stich der Natter nicht erreichbar. Der Himmel ſelbſt muß ſeine Blitze ſenden, um die Eiche zu fällen und zu zerſchmettern, die Nat⸗ tern, die zu ihren Füßen ringeln, vermögen nichts über ſie. Aber ich ſehe wohl die Stürme heranziehen, ich ſehe die Wolken des Gewitters ſich aufthürmen, das vielleicht mit ſeinen Blitzen mich zerſchmettern ſoll. Doch ſtill, keine ſchwermüthigen Seufzer jetzt! Ich habe alles dies vorausgeſehen, ich habe gewußt, daß es viel Kämpfe und Un⸗ wetter geben würde, und darum habe ich mich vorbereitet, ſie zu er⸗ tragen. Seht mich daher nicht ſo traurig an, Lucian, Caulaincourt! Hofft mit mir, arbeitet mit mir und bauet mit mir an dem Glück der Zukunft! Frankreich, welches mir entgegen gejauchzt hat, welches mich auf ſeinen Armen bis hierher getragen hat, Frankreich wird mich auch jetzt nicht verlaſſen! Ich baue auf den Muth und den Patriotismus der Nation und auf mein eigenes Schwert!

IIM. Die Intriguen Foucht's. Der Herzog von Otranto war in ſeinem Cabinet eifrig damit

beſchäftigt, die Depeſchen zu entziffern, die ſo eben ein Courier ihm überbracht hatte. Dieſe Depeſchen waren in Chiffren geſchrieben, die