Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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von ſo kunſtvoller und verwickelter Art waren, daß Niemand, außer

dem Herzog und ſeinen Correſpondenten, dieſelben vermittelſt des

Schlüſſels zu leſen vermochte. ²

Während Fouchs jetzt, Dank ſeinem Schlüſſel, den Inhalt der Depeſche las, erhellte ſein düſteres Antlitz ſich immer mehr, und ein hämiſches Lächeln umſpielte ſeine breiten, aufgeworfenen Lippen. Gute Nachrichten, die mir da der Fürſt Metternich ſchreibt, ſagte er leiſe vor ſich hin. Man iſt entſchloſſen zum äußerſten Widerſtand, man wird nicht eher ruhen, bis Bonaparte für immer geſtürzt, und auf irgend eine wüſte Inſel gebracht iſt. Selbſt im Fall eines entſchei⸗ denden Sieges Napoleons werden die Mächte nicht mit ihm unter⸗ handeln, keine Friedensbedingungen vorſchlagen oder annehmen, ſondern eine Heerſchaar heranrücken laſſen, um Bonaparte's Armee zu be⸗ tämpfen. Ah, das iſt gut, ſehr gut! Der Löwe iſt umſtellt, und von allen Seiten umgarnt, es wird ihm nicht mehr gelingen, ſich zu be⸗ freien. Ich werde dafür ſorgen, daß es keine Mäuſe giebt, die ihm

helfen und ihn befreien. Ja, ja, Metternich hat ganz Recht, meine

Aufgabe iſt es, während die Soldaten des Auslandes heranziehen, die Soldaten des Inlandes am Heranziehen zu verhindern! Meine Auf⸗ gabe iſt es, das Land zu inſurgiren, die Gemüther gegen ihn zu wenden, und das Volk in Aufruhr zu bringen gegen den Tyrannen, der nur heimgekommen iſt, um Frankreich auf's Neue unglücklich zu machen, und an den Rand des Verderbens zu führen. Ach, wie ſcharf doch immer noch der Blick dieſes Mannes iſt! Er durchſchaut meine Pläne, und ſieht, daß ich es bin, der bei den Aufſtänden und Revolten der Provinzen ſeine Hände ein wenig im Spiel hat. Er hätte ſo klug ſein ſollen, mich, da er dies erkannt hat, verhaften zu laſſen, aber der Löwe iſt großmüthig und läßt ſeinem Feind ruhig die Freiheit weiter zu intriguiren, er ſtößt wohl einmal mit ſeiner breiten Tatze nach ihm, er verſucht mit ſeinen flammenden Zornes⸗ blicken den Feind zu zerſchmettern, aber da dieſer ein zähes Leben und eine harte Haut hat, und weder von der Tatze zertreten, noch von dem Blick zerſchmettert wird, wendet der Löwe ihm großmüthig den Rücken und läßt ihn gehen. Großmüthig! Ach, ich werde mich niemals eines