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den letzten franzöſiſchen Thron zu ſtürzen, und er darf nicht denken, daß er dem freien Frankreich einen neuen Thron auf den Nacken ſetzen darf. Tod allen Tyrannen und Verräthern!
Aber auch andere Stimmen wurden laut in dieſer unermeßlichen Menge, die ſich auf den Raſenſtufen, und auf dem weiten Platz hinter denſelben bewegte, und die mit jeder Minute höher anſchwoll, zu immer dichterer Maſſe ſich zuſammendrängte.
Wißt Ihr, weshalb der Kaiſer das Maifeld berufen hat? fragte hier eine ernſte männliche Stimme. Er will dem Volk beweiſen, daß er kein Uſurpator iſt, und daß er die Hand nicht mehr ausſtreckt nach einer Krone, die ihm nicht mehr gehört.
Es iſt wahr, ſagte ein Anderer, er iſt nicht mehr Kaiſer, er hat in Fontainebleau im vorigen Jahr der Krone entſagt und ſeinen Sohn zum Kaiſer ernannt und erklärt.
Ja, rief ein Dritter, Frankreich hat damals ſeine Abdankung an⸗ genommen und den König von Rom als Napoleon den Zweiten an⸗ erkannt. Napoleon hat alſo gar kein Recht mehr, ſich unſern Kaiſer zu nennen.
Er hat das Recht der Bajonette, ſagte ein Vierter, aber er will heute hier auf dem Maifelde dieſem Recht freiwillig entſagen, ſeinen Sohn zum Kaiſer von Frankreich ausrufen und das Volk fragen, ob es den Kaiſer Napoleon den Zweiten anerkennen will.
Aber ſein Sohn iſt ja nicht hier, rief ein Anderer. Der kleine König von Rom iſt ja noch immer Gefangener in Oeſterreich und ſein Großvater will ihn nicht heraus geben.
So werden wir ſo lange, bis wir ihn gezwungen haben, ihn uns herauszugeben, einen Regentſchaftsrath haben, ſagte ein Anderer. Da ſind ja noch alle Mitglieder des damaligen Regentſchaftsraths verſammelt. Nur die Regentin von damals fehlt. Aber ſtatt deſſen nehmen wir Fouché als Präſidenten des Regentſchaftsrathes.
Ja, das iſt wahr, riefen hier und dort laute Stimmen aus der Menge hervor. Fouchs iſt am beſten dazu geeignet, Präſident des Regentſchaftsrathes zu werden. Er iſt ein gar kluger und ſchlauer
Mühlbach, Napoleon. 1V. Bd. 36


