die on⸗
ſem nen en⸗ ſten igen chen uth ng⸗ hes⸗
und ſtan⸗
dieſe Finer
—
549
vereinend thaten ſie Napoleon in die Acht, erklärten ſie Frankreich den Krieg, wenn es den geächteten Napoleon als ſeinen Kaiſer anerkenne. Dieſe Kriegserklärung vom 12. Mai 1815, das war das Donner⸗ wort, welches Frankreich aus ſeinem Freudentaumel, aus ſeiner Wieder⸗ ſehensluſt aufſchreckte, welches alle Völker Europa's wieder zu den Waffen rief.
Ganz Europa rüſtete ſich, ganz Europa erhob das Schwert gegen Einen Mann, aber dieſer Eine Mann hatte früher ganz Europa unter ſeine Füße getreten, und vor ihm hatten alle dieſe Fürſten einſt ſich gebeugt, die jetzt wider ihn rüſteten. Sie rüſteten mit Verträgen, mit dem Schwert und mit dem Wort. Oeſterreich, Rußland und Preußen erneuerten ihre Allianz mit England, das ihnen Subſidien zu zahlen ſich verpflichtete. Alle deutſchen kleineren Fürſten verpflichteten ſich, ihre Contingente an Linientruppen und Landwehr zur großen Haupt⸗ armee zu ſenden. Rußland bot drei große Armeecorps auf, die in Eilmärſchen durch Ungarn und Schleſien vorrücken ſollten, Preußen organiſirte mit energiſcher Thatkraft zwei Armeen, die eine in den Niederlanden, die andere am Rhein, Oeſterreich formirte ein Heer am Rhein, ein anderes in Italien. England ſchiffte ſeine Truppen nach den Niederlanden über, Spanien zog ſeine Regimenter zu einer Armee zuſammen, und mehr als eine halbe Million Soldaten ſetzte ſich in Bereitſchaft, um von allen Seiten Frankreich anzugreifen.
Die erſte Folge dieſer Kriegserklärung war, daß alle Franzoſen, welche ſich in Wien befanden, ſich zur ſchleunigen Abreiſe anſchicken mußten. Herr von Talleyrand hatte längſt ſchon ſein Haus geſchloſſen, und verließ jetzt mit ſeinem ganzen Geſandtſchaftsperſonal die Haupt⸗ ſtadt Oeſterreichs, in welcher er ſo lange als mächtiges Congreßmitglied eine ſo bedeutende Rolle geſpielt. Aber auch alle die Franzoſen, welche bisher den kleinen Hofſtaat Marie Louiſens gebildet und zu ihrer nächſten Umgebung gehört hatten, bekamen jetzt den Befehl, die öſter⸗ reichiſchen Kaiſerſtaaten ſofort zu verlaſſen und in dem Dienſt der Herzogin von Parma ihren deutſchen Nachfolgern zu weichen.
Die Gräfin Montesquiou hatte gleich an dem nächſten Tage nach den vereitelten Fluchtverſuchen ihre Stelle niederlegen und ſich von der


