ichen nder. ieſer vet⸗ wir
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mahlin und den Sohn zuführen, und Sie machten mich zu der Ver⸗ trauten Ihrer Pläne! Ich unterſtützte und förderte ſie, ich half Ihnen mit thätigſter Zuvorkommenheit, und als die Zeit gekommen, da ver⸗ rieth ich Sie und Ihre Pläne an den Grafen Neipperg. Ja, mein Herr Marquis Barbaſſon, mein lieber, zärtlicher Couſin, ja, mein Herr Graf Montbrun, ich habe Sie verrathen! In der Stunde, in welcher Sie dies leſen, ſind alle Ihre ſo klug berechneten, mit ſo viel Mühe, Geld und Zeitverſchwendung angelegten Pläne vereitelt. Der kleine König von Rom, ſtatt bei mir zu ſein, iſt jetzt in der Kaiſer⸗ burg bei ſeinem Großvater, dem Kaiſer Franz, und der wird ihn wohl vor jedem erneuerten Fluchtverſuch zu ſichern wiſſen. Die Her⸗ zogin von Parma, die Sie als Kaiſerin nach Frankreich zurückführen wollten, hat ohne Zweifel die romantiſche Reiſekleidung verſchmäht, die wir ihr mit ſo viel Zuvorkommenheit hatten bereiten laſſen, und iſt nach Schönbrunn zurückgekehrt, begleitet von einem Mann, der ihr den Kaiſer Napoleon erſetzen wird. Sie ſind allein in der Waldhütte, Sie leſen meinen Brief. Iſt es Ihnen nicht, als ſähen Sie das vor Bosheit ſtrahlende Antlitz, die vor Verachtung und Zorn blitzenden Augen Ihrer lieben Couſine neben ſich, hören Sie nicht durch die öde Stille, die Sie, den überliſteten Verräther, umgiebt, das laute höh⸗ niſche Lachen, mit dem ich Sie anſchaue? Sehen Sie nicht, wie ich mit wilden Sprüngen in meinem Zimmer umherfliege, und mit raſen⸗ der Luſt, gleich den Feuergeiſtern in Gluck's Armide, den Tanz der Rache tanze? Ja, mein lieber Couſin, ich tanze, ich lache und ſinge, denn ich bin gerächt. Sie wollten mein Herz zertreten, aber es war eine Natter, die ſich aufrichtete und Sie in die Ferſe ſtach. Ich hoffe, daß es ſchmerzt, und daß Sie ewig davon hinken werden. Leben Sie wohl, theurer Couſin, und gedenken Sie zuweilen Ihrer ſchönen Couſine 6 Friederike Hähnel.“
Sie hat recht gethan, ſagte Graf Montbrun, den Brief langſam zuſammenfaltend und in ſeinen Buſen ſteckend. Ja, ſie hat recht ge⸗ than, und mir iſt mein Recht geworden. Ich war an ihr zum Ver⸗ räther geworden, und Gott hat deshalb meinen Arm verworfen; da


