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ſoll nicht ſagen, daß man ſeine Gemahlin mit Gewalt zurückhält. Sie, Herr Graf Montbrun, werden ihm entweder die Gemahlin zuführen, oder Sie werden zu ihm gehen, und ihm ſagen, daß es ihr freier Wille war, nicht zu ihm zurückzukehren.
Und jetzt, fuhr er fort, von der Kaiſerin zurücktretend, und ſich tief vor ihr verneigend, jetzt lege ich die Entſcheidung in die Hände Ew. Majeſtät. Wir ſind hier allein, zwei Ehrenmänner, Beide bereit dem Willen und Befehl Ew. Majeſtät zu gehorchen, Beide, ſo ver⸗ ſchieden auch unſere Wege ſind, einig in dem Gefühl des Gehorſams und der Ehrfurcht, die wir Ew. Majeſtät, der Dame ſchulden, die ich die Tochter meines Kaiſers, die Graf Montbrun die Gemahlin ſeines Kaiſers nennt. Ich ſchwöre alſo hier, und Gott hört meinen Schwur, daß ich mich dem Willen Ew. Majeſtät unterwerfe, daß ich, wie auch Ihre Entſcheidung ausfallen möge, ſchweigend und gehorſam mich den Befehlen der Kaiſerin unterordnen will. Herr Graf Montbrun, wollen auch Sie das ſchwören?
Ja, ſagte Montbrun feierlich, ich ſchwöre, gleich dem Grafen Neipperg, mich ſchweigend und gehorſam den Befehlen der Kaiſerin unterzuordnen, ihrem Willen mich zu unterwerfen, wie auch die Ent⸗ ſcheidung ausfallen möge!
Nun wohlan denn, jetzt mögen Ew. Majeſtät Ihren Willen kund thun, rief Graf Neipperg. Wollen Sie dem Ruf des Kaiſers Napo⸗ leon folgen, wollen Sie nach Frankreich, zu Ihrem Gemahl zurück⸗ kehren? Sagen Sie es, und ich trete ehrfurchtsvoll bei Seite. Ew. Majeſtät legen Ihre Verkleidung an, und fahren mit dem Grafen Montbrun weiter, und Niemand wird Ihre Flucht aufhalten, denn Grof Montbrun hat alle Vorbereitungen gut getroffen, auf allen Stationen ſtehen die Relais bereit, und ich ſelbſt werde bemüht ſein, Diejenigen, welche Sie verfolgen möchten, auf falſche Wege zu leiten, bis Sie die franzöſiſche Grenze überſchritten haben. Wollen aber Ew. Majeſtät nicht nach Frankreich gehen, wollen Sie freiwillig der Kaiſer⸗ krone, welche Ihrer in Frankreich wartet, entſagen, wollen Sie ſtatt Kaiſerin von Frankreich nur die Herzogin von Parma ſein, dann ſagen Sie es, und Graf Montbrun wird allein nach Paris gehen, und er


