Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 3. Band (1859)
Entstehung
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Nein, ſeufzte die Gräfin, was nöthig iſt, das iſt der Schutz Gottes! Oh, möge er Ihrem gefährlichen und gewagten Unternehmen zur Seite ſtehen, und die Kaiſerin und den König von Rom behüten!

M. Zie Flucht.

Die Nacht des dreißigſten März war hereingebrochen, eine finſtere, dunkle Regennacht. Kein Stern ſtand am Himmel, und nicht mit einem einzigen Lichtſtrahl vermochte der Mond die Wolken zu durchdringen, die ſchwer und grollend den ganzen Horizont überhingen, und die Erde wie mit ſchwarzen Schleiern überſchatteten.

Die Lichter im Schloſſe zu Schönbrunn waren längſt ſchon er⸗ loſchen, die Bewohner des Schloſſes waren längſt ſchon zur Ruhe ge⸗ gangen. Der Regen, der gegen die Fenſter plätſcherte, ſtörte die Schlafenden nicht, der Sturm, der durch die großen beſchnittenen Alleen des Parks pfiff, und zuweilen, wie mit machtvollem Finger, gegen die Pforten und die Fenſter klirrte, weckte doch Niemand aus dem erſten, erquicklichen Schlummer.

Aber er überdeckte das Geräuſch zweier heranrollender Wagen, und der Regen, welcher den Boden aufgeweicht hatte, machte das Ge⸗ räuſch der Räder noch unhörbarer.

Der eine der Wagen hielt dieſſeits des Schloſſes neben der kleinen Pforte, die in den Park führte, und der zweite Wagen fuhr hinüber, nach der anderen Seite des Schloſſes, fuhr vorſichtig und langſam dort um den Flügel des Schloſſes herum, und hielt neben der kleinen Seiten⸗ pforte an, die ſeit lange unbenutzt und ungeöffnet, von den Bewohnern des Schloſſes faſt ganz vergeſſen war. Ein Mann ſtieg aus dieſem zweiten Wagen hervor, und vorſichtig und geräuſchlos die Wagenthür ſchließend, trat er zu dem Kutſcher hin.