dem
ſtenz
halte t zu erike
ifin, tigt, mit eine
ei
527
Und ſie, dieſe Friederike Hähnel, ſie mißtrauet Ihnen nicht? Sie glaubt an Ihre Liebe?
Ja, ſie glaußt an meine Liebe, und deshalb geht ſie auf alle meine Pläne ein. Sie hat mit wunderbarer Energie und Klugheit alle Vor⸗ bereitungen geleitet, für Alles geſorgt, Alles bedacht. Sie hat Alles eingeleitet und erſonnen, ihr Kopf iſt unerſchöpflich in Hülfsquellen und Vorſchlägen geweſen, und ohne ſie, die ſo unverdächtig erſcheint, wären wir ſicher nicht zum Ziel gelangt. Sie iſt daher wohl geeignet, den Prinzen bei ſich aufzunehmen, und ihn nach Frankreich zu geleiten! Ah, ſie hofft dort meine Gemahlin zu werden, und ſtatt deſſen werde ich ihr dort mein Verbrechen bekennen, und ihr geſtehen müſſen, daß ich ihre große und ſtarke Liebe nur als das Werkzeug benutzt habe für meine Pläne, daß ſie mir nur helfen ſollte, den Prinzen und die Kaiſerin zu befreien.
Sie weiß alſo auch um die Entführung der Kaiſerin?
Ja, ſie weiß darum, und ſie hat auch hierzu Alles vorbereitet. Sie hat, als bedürfe ſie das für ſich zu einem Maskenball, einen ele⸗ ganten Herrenanzug anfertigen laſſen, ſie hat Alles für die Toilette Nothwendige beſchafft, ſelbſt den Reiſekoffer für die Kaiſerin gepackt, und in ihrer Equipage wird der König von Rom von hier nach Wien fahren.
Aber ich begreife noch immer nicht, wie Sie es anfangen wollen, die Kaiſerin zu dieſer Flucht zu bewegen.
Ich werde ſie dazu zwingen, rief Graf Montbrun lächelnd, denn ſie will ja den Anſchein haben, gezwungen worden zu ſein, um ihre Rolle als gehorſame Tochter nicht zu gefährden. Sie ſagt ja, daß ſie keinen eigenen Willen hat; wir werden alſo für ſie einen Willen haben, und ihre Worte verriethen mir, daß ſie es alſo wünſcht.— Sie wiſſen jetzt Alles, Gräfin. Bereiten Sie alſo Alles vor, und wenn Sie dort drüben die Feuerzeichen aus den Fenſtern der Kaiſerin her⸗ vorleuchten ſehen, ſo öffnen Sie das Fenſter von dem Schlafzimmer des Prinzen, und laſſen die Strickleiter herunter. Das iſt Alles, was nöthig iſt.


