Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 3. Band (1859)
Entstehung
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Graf Montbrun, rief er, den Grafen gewahrend, der eben aus der Fenſterniſche hervortrat. Herr Graf, Sie haben uns erzählt, daß mein Papa wieder in Paris iſt. Ach, ich bitte Sie, ſchreiben Sie meinem lieben Papa, er ſoll mir ſchnell ſeine Lanciers herſchicken und mich ab⸗ holen laſſen. Und er ſoll mir meinen Wagen mitſchicken und meine Pagen. Ich will hier nicht mehr bleiben! Ich will nach Paris! Ich will wieder in den Tuilerieen bei meinem lieben Papa Kaiſer wohnen.

Möchten Sie das wirklich, Sire? fragte Montbrun, ſich zu dem Knaben niederneigend.

Ja, das möchte ich, rief der Prinz freudig. Ich möchte es ſo gern, daß ich Denjenigen, der mich wieder zu meinem Vater brächte, ſo lieb, ach ſo lieb haben und ihm Alles ſchenken wollte, was ich habe.

Montbrun wandte ſeinen forſchenden Blick auf die Gräfin hin. Darf ich ihn vorbereiten? fragte er.

Thun Sie es, ſagte ſie. Die Dinge ſind jetzt ſo weit gekommen, daß wir Alles wagen müſſen, und keine Zeit mehr zu verlieren haben. Ich fürchte, man wird mir den Prinzen entreißen; die drohenden Worte, welche die Kaiſerin ſo eben an mich richtete, haben mir die Abſicht ihrer Zwingherren verrathen.

Was geſchehen ſoll, muß heute oder morgen geſchehen, denn über⸗ morgen möchte es zu ſpät ſein, möchte man den Prinzen ſtrengern Wächtern übergeben haben.—

Sie würden mich alſo lieb haben, wenn ich Sie zu Ihrem Vater, dem Kaiſer Napoleon, zurückführte? fragte Graf Montbrun.

Der Prinz warf ſtatt aller Antwort ſeine beiden Arme um den Hals des Grafen, und das Geſicht an ſeiner Schulter verbergend, brach er in lautes Weinen aus.

Oh, ich bitte, bitte, bringen Sie mich zu meinem Papa Kaiſer, ſchluchzte er.

Nun wohl, ich will es. Der Kaiſer hat mir befohlen, daß ich ihm ſeinen kleinen König von Rom zurückführe, und jetzt, Sire, mer⸗ ken Sie wohl auf, was Sie thun müſſen, damit wir von hier ent⸗ fliehen können.

Oh, ſprechen Sie, ich will mir Alles wohl merken, ſagte der

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