Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 3. Band (1859)
Entstehung
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werde. Sie haben davon in meinem Namen die ſämmtliche Diener⸗ ſchaft zu benachrichtigen, und Sorge zu tragen, daß vor allen Dingen der Prinz ſelber ſich meinem Befehl und Willen unterwerfe und es ſeinem Gedächtniß einpräge, daß er Franz heißt! Und jetzt, Gräfin, führen Sie den Herzog in ſein Zimmer!

Kommen Sie, flüſterte die Gräfin mit von Thränen erſtickter Stimme, kommen Sie!

Sie nahm die Hand des Prinzen und führte ihn, der ganz be⸗ täubt, ganz überwältigt ſchien von dem Schlag, der ſein armes, kleines Herz getroffen, nach der Thür hin.

Aber auf einmal riß der Prinz ſich ungeſtüm von ihr los, und ſich umwendend, ſchritt er gerade zu ſeiner Mutter hin. Sein lieb⸗ liches Antlitz war bleich und hatte in ſeinem tiefen, ſtrengen Ernſt einen Ausdruck weit über ſeine Jahre hinaus; ſeine Augen, welche von keiner Thräne mehr befeuchtet waren, ſchoſſen flammende Blitze.

Ew. Majeſtät, ſagte er trotzig, ſeine Arme über der Bruſt zu⸗

ſammenſchlagend, und das Haupt ſtolz zurückwerfend, Ew. Majeſtät melde ich, daß ich nicht gehorchen werde, es mir nicht einprägen werde, daß man mir jetzt einen andern Namen geben will, und daß ich nie⸗ mals auf dieſen andern Namen hören werde. Ich heiße nicht Franz, wie der Herr Kaiſer von Oeſterreich, ſondern ich heiße Napoleon, wie mein lieber Vater, der Kaiſer von Frankreich.

Um Gotteswillen, Sire, was thun Sie, rief die Gräfin, Sie wagen es—

Madame, ſagte Marie Louiſe kalt, man muß geſtehen, daß Sie Ihrem Zögling wunderbare Begriffe von Gehorſam und Beſcheiden⸗ heit beigebracht haben, und daß es vielleicht rathſam wäre, dafür zu ſorgen, ihm andere Begriffe zu geben! Führen Sie jetzt den Herzog Franz fort!—

Sire, oh Sire, was haben Sie gethan, flüſterte die Gräfin, als ſie mit dem Prinzen in ihr Gemach eintrat. Sie haben die Kaiſerin erzürnt, Sie haben Ihrer Frau Mutter getrotzt.

Ich will aber nicht Franz heißen, rief der Prinz heftig. Wagen Sie es nicht, mich ſo zu nennen, Madame. Ah, da iſt der Herr

Gr ße

Po

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