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des Kaiſers zu folgen, wird er nicht ſagen können, daß ſie eine unge⸗ horſame Tochter iſt! Ew. Majeſtät ſehen, daß ich den Sinn Ihrer Worte verſtanden habe, und ich ſchwöre, daß ich darnach handeln werde! Der Kaiſer hat befohlen, daß ſeine Gemahlin und ſein Sohn zu ihm nach Paris kommen! Wohlan, ſeine Getreuen ſind bereit, ſie ihm zuzuführen, und—
Der Graf Neipperg reitet ſo eben in den Hof ein, rief die Gräfin Montesquiou, von dem Fenſter herbeiſtürzend. Um Gotteswillen, Graf, kommen Sie!
Sie faßte die Hand des Grafen Montbrun und zog ihn haſtig zu der Thür hin. Kehren Sie in mein Zimmer zurück und erwarten Sie mich dort! flüſterte ſie, dann ſchloß ſie die Thür hinter dem ent⸗ eilenden Grafen und kehrte zu der Kaiſerin zurück, die ganz erſchöpft und zerbrochen wieder auf den Fauteuil zurückgeſunken war.
Um Gotteswillen, Majeſtät, Faſſung, flüſterte ſie, laſſen Sie den Grafen nicht ahnen, was hier vorgefallen iſt, oder wir ſind verloren.
Faſſung, Faſſung! murmelte Marie Louiſe. Ich habe keine. Meine ganze Seele iſt in Aufruhr! Aber es iſt wahr, er darf nichts ahnen, ich muß mich zuſammenraffen! Und ich will es! ſagte ſie, ſich
erhebend und haſtig auf⸗ und abgehend. Gräfin, führen Sie den Prinzen dort an den Spieltiſch zurück, ſagen Sie ihm, daß er ſich ſtill verhalten, daß er nichts verrathen ſoll.
Gräfin Montesquiou zog den kleinen Prinzen nach der Fenſter⸗ niſche hin. Sire, flüſterte ſie leiſe, wenn Sie ein Wort von dem ver⸗ rathen, was der Graf Montbrun erzählt hat, ſo wird man mich von Ihnen fortjagen und Ihnen eine andere Gouvernante geben.
Der Knabe ſah ſie mit einem raſchen, verſtändnißvollen Blick an. Ich werde nichts verrathen, flüſterte er, ſei ruhig, liebe Quiou, ich werde ganz ſtill ſein und ſpielen.


