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Graf Montbrun lächelte. Ich bedauere, Herr Herzog, Ihr Compli⸗
nicht erwiedern zu können, ſagte er, aber ich verſichere, daß ich auch glücklich ſein würde, Sie von Angeſicht zu Angeſicht ſehen zu können.
Ah, Sie ſehen alſo, daß ich Incognito hier bin? rief Fouché lächelnd.
Ja, und ich warte, daß Sie die Güte haben wollen, dies Incognito aufzuheben, um mir dadurch zu beweiſen, daß Sie mir vertrauen!
Fouché ließ einen ſchnellen, forſchenden Blick durch das Zimmer ſchweifen, und erſt, als er ſich überzeugt hatte, daß kein Meuble, kein Vorhang ſei, hinter dem irgend ein Lauſcher ſich verborgen halten könne, legte er die Perrücke und den Bart ab.
Jetzt, Herr Herzog, heiße ich Sie von Herzen willkommen, ſagte Montbrun, ſich tief verneigend. Ich heiße Sie um ſo mehr willkommen, da Ihr Hierſein mir beweiſt, daß die Stunde der Entſcheidung naht.
Sie freuen ſich deſſen? Sie lieben alſo den Kaiſer ſehr?
Er weiß, daß ich ihm mit Leib und Seele ergeben bin!
Ja, ja, er konnt Ihre Anhänglichkeit, rief Fouché, und er hat mir oft von Ihnen erzählt. Seltſam, daß wir uns niemals begegnet ſind.
Ich war immer im Dienſt des Kaiſers auf Reiſen, ſagte Mont⸗ brun lächelnd, ich war in Italien, in Spanien, in Deutſchland und Rußland, je nach den Befehlen und Inſtructionen, die der Kaiſer mir ſandte.
Und ich war im Dienſt des Kaiſers faſt immer in Paris, rief Fouché, ſo iſt es gekommen, daß die beiden ergebenſten und treueſten Anhänger und Diener des Kaiſers ſich niemals begegnet ſind.
Graf Montbrun verneigte ſich ſchweigend.
Ich hoffe doch, ſagte Fouché, daß Sie an meiner Treue und An⸗ hänglichkeit für den Kaiſer nicht zweifeln?
Ich würde es nicht wagen, an Ihren Worten zu zweifeln, ſagte Montbrun ſcharf betonend.
Ah, ich verſtehe, Sie wünſchen aber auch meine Thaten in Uebereinſtimmung mit meinen Worten zu ſehen, rief Fouché. Sie werden das ſehen, Herr Graf. Setzen Sie ſich zu mir, und laſſen Sie uns offen mit einander reden.
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