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las die über der Thür angebrachte, halb von der Sonne und dem Staub verwiſchte Hausnummer.
Ja, es iſt richtig, ſagte er. Hier werde ich mit dem Bonapar⸗ tiſten ein Rendezvous haben.
Er klopfte drei Mal haſtig und leiſe an die Thür. Dieſe öffnete ſich und Fouché trat ein. Eine alte Frau ſtand auf dem Flur und fragte ihn mit mißtrauiſchen Blicken nach ſeinem Begehr.
Ich bin hierher berufen, um den Maler Leſtocq zu friſiren, ſagte Fouché. Er wohnt doch hier im Hauſe?
Ja wohl, er wohnt hier, ſagte die Alte, und er hat mir auch geſagt, daß er einen Friſeur erwartet. Gehen Sie alſo nur die Treppe hinauf, und klopfen Sie da oben an die Thür. Man wird Ihnen aufmachen!
Fouché war ſchon beſchäftigt, die düſtere ſchmale Treppe hinauf zu klimmen, und ſtand jetzt vor der einzigen auf dem obern Flur be⸗ findlichen Thür. Wieder klopfte er drei Mal.
Jenſeits der Thür vernahm man jetzt annähernde Schritte, und eine Stimme fragte: Sind Sie die Lilie, oder der Adler?
Ich bin der Adler, ſagte Fouché.
Sofort ward die Thür geöffnet, und auf der Schwelle derſelben erſchien die hohe ſchlanke Geſtalt des Grafen Montbrun.
Treten Sie ein, Herr Herzog, ſagte er leiſe, Sie ſehen, ich er⸗ wartete Sie!
Sie haben alſo die Botſchaft erhalten, Herr Graf, die ich Ihnen vor drei Tagen ſandte? fragte Fouché, in das kleine, ganz als das Atelier eines Malers eingerichtete Gemach eintretend.
Ich habe ſie erhalten, Herr Herzog, ſagte Montbrun, indem er mit einer leichten Handbewegung nach dem Divan hindeutete. Fouché ſetzte ſich und heftete dann ſeine großen, blitzenden Augen mit einem forſchenden Ausdruck auf das bleiche edle Angeſicht des Grafen, der ſeinem Anſchauen mit einem feſten Blick begegnete.
Ich bin ſehr glücklich, daß ich endlich den Mann von Angeſicht ſehe, auf deſſen Treue, wie ich weiß, der Kaiſer mit ſo zuverſichtlichem Vertrauen rechnet, ſagte Fouché nach einer Pauſe.


