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nach Paris bringen, und Ludwig vom Thron ſtürzen, um ihn darauf zu ſetzen.*)
Um ihn als Napoleon den Zweiten auszurufen, oder ihn nur ſo lange auf dem Thron zu halten, bis Napoleon der Erſte von Elba zurückgekommen?
Das hängt von den Umſtänden ab, Durchlaucht, und ich glaube, man muß den Umſtänden ein bischen zu Hülfe kommen. Die Rück⸗ kehr Napoleons wäre nicht blos für Frankreich, ſondern für ganz Europa ein Mißgeſchick, denn die Kriege würden ſich wieder erneuern, und neue Umwälzungen wären die Folge davon. Napoleon iſt eine Verlegenheit für Europa, und man müßte daher bemüht ſein, ſie zu beſeitigen.
Beſeitigen! Das iſt ein vieldeutiges Wort, ſagte Metternich. Ich hoffe, Sie denken dabei nicht an die Beſeitigungen, wie ſie die Bravi der Republik Venedig früher verſtanden?
Ich denke an eine Beſeitigung, wie ſie zum Beiſpiel Oeſterreich früher mit dem König Richard Löwenherz vornahm, den es auf lange Zeit in einem Thurm verſchwinden ließ.
Ah, und ich bin ſicher, Herzog, daß Sie alsdann für dieſen zweiten Richard Löwenherz nicht die Rolle eines Blondel übernehmen würden! rief Metternich lachend. Aber das Beſeitigen iſt in dieſem Falle ſchwerer, als damals, denn Richard Löwenherz zog durch Oeſterreich, Napoleon aber horſtet auf Elba.
Man müßte ihn heimlich von ſeinem Horſt entführen. Man müßte ihn von Elba aufheben, ihn auf eins der vor Elba kreuzenden eng⸗ liſchen Schiffe bringen, und ihn auf irgend einer wüſten Inſel abſetzen, ihn im Weltall entſchwinden laſſen. Es bedürfte dazu nur einiger we⸗ niger Männer, die muthig, entſchloſſen und treu ſind.
Kennen Sie ſolche Männer? fragte Metternich raſch.
Ja, Durchlaucht, ich kenne ſolche Männer, und ich ſtelle ſie Ew. Durchlaucht zur Verfügung!
Ah, nicht mir, rief Metternich faſt erſchrocken, ich will nichts zu
*) Fouché's eigene Worte. Siehe: Ménéval, Mémoires. III. 98.


