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darf man ihn nicht ſtrafen, indem man ihn ganz willkürlich ſeines Eigenthums beraubt. Hat der König von Sachſen Strafe verdient, ſo überlaſſe man dieſe Strafe Gott und dem Volk, deſſen Stimme man die Stimme Gottes nennt. Möge die öffentliche Meinung, möge ſein Volk ihn richten, möge dieſes, wenn es keinen Herrſcher will, welcher die Intereſſen Deutſchlands ſeiner perſönlichen Zuneigung ge⸗ opfert hat, möge es ſich alsdann erheben und dieſen Herrſcher ver⸗ jagen, und möge es jetzt laut und feierlich vor dem hier verſammelten Congreß, das heißt vor Europa, ſeine Stimme erheben und ſich los— ſagen von ſeinem König und ſich freiwillig unter die Krone Preußens ſtellen. Dann hätte, nach dem Sprüchwort: vox populi, vox dei, Gott ſelber entſchieden. Aber das Volk, die Stimme Gottes, hat ſich in Sachſen für den König erklärt, das Volk hat an den hier tagenden Congreß eine Deputation geſandt, welche feierlich erklärt hat, daß Sachſen nicht einer fremden Krone ſich unterordnen, ſondern daß es ſeinen angebornen König wiederhaben will. Demzufolge haben die Menſchen nicht das Recht, einen König zu ſtrafen, den die Stimme Gottes nicht verurtheilt hat. Das Princip der Legitimität muß auf⸗ recht erhalten werden, denn alle Throne Europas würden bald ſchwanken und in Trümmer zerfallen, wenn dies nicht geſchähe. Frankreich, welches keine Eroberungen, keine Gebietsvergrößerungen, keine Vor⸗ theile von dem Congreß beanſprucht, Frankreich beanſprucht aber von dem Congreß, daß er dieſes Princip aufrecht erhalte. Bis heute hat Frankreich verſucht, auf dem Wege der Ueberredung, der Vorſtellungen, ja ſogar der Bitten auf den Congreß für Sachſen einzuwirken, aber da es ſieht, daß alle ſeine friedlichen Bemühungen vergeblich ſind, wird es von heute ab eine andere Sprache führen. Statt zu bitten wird es drohen, ſtatt zu überreden wird es rüſten, und wenn es ihm nicht gelingt, auf dem Wege der Verhandlungen Sachſen ſeinem an⸗ gebornen König zu erhalten, Neapel ſeinem angehornen König wieder zu gewinnen, ſo wird es ſein Ziel auf dem Wege des Krieges zu er⸗ reichen ſuchen, und wir werden dann ſehen, ob Oeſterreich, England und Rußland wirklich ſo unverſtändig ſein wollen, ihre eigene Exiſtenz zu untergraben, indem ſie das Princip der Legitimität untergraben und
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