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Und jetzt kommen Sie, um mir zu ſagen, daß Sie Calatrava ritter bleiben wollen, nicht wahr? Still, antworten Sie mir nicht! Ich will Sie verhindern, mir einen Korb zu geben, indem ich Ihnen denſelben darreiche. Mein lieber Calatravaritter, wir wollen Beide unſern Gelübden und Orden getreu bleiben! Sie ſind ein weltliche Mönch, der das Gelübde der Keuſchheit abgelegt hat, und ich,— nun ich bin eine weltliche Nonne, die auch das Gelübde abgelegt hat ewig eine Jungfrau zu bleiben und ihrem Herrn zu dienen. Frage Sie mich nicht, wer mein Herr iſt, ſondern laſſen Sie es ſich genügen. daß ich durchaus keine Luſt verſpüre, Sie Ihren Gelübden abwendi, machen zu wollen; überlaſſen Sie mich daher auch den meinen! Unſer« Lebenswege ſind ſehr verſchieden, wie ich denke. Sie wollen nichts als ſich den Himmel erwerben, ich,— nun ich will mir die Erde er werben, und das Recht, auf ihr glücklich zu ſein.
Wer weiß, ob unſere Wege ſo verſchieden ſind, als Sie denken ſagte Herr von Sahla mit einem traurigen Lächeln. Haben Sie dem vergeſſen, welche Beſtrebungen, welche Wünſche mich hierher geführ— nach Wien? Habe ich Ihnen nicht damals geſagt, daß das Unglüc Sachſens, das Unglück meines Königs mein Herz bewege, daß ich mein Leben hingeben wolle im Dienſte meines Vaterlandes und meines Königs?
Ah, Sie haben noch immer dieſe Schwärmerei? fragte Friederike nachläſſig. Sie wollen noch immer für Sachſens Unabhängigkeit peti tioniren, und bei dem Congreß im Namen Sachſens Ihre K lageſtimme erheben?
Ja, das will ich, das muß ich ich, rief Sahla glühend. Die Un rherſtellung meines Vaterlandes, das iſt meines .
abhängigkeit, die Wiede Lebens Zweck und Ziel!
Armer Freund, dann beklage ich Sie. Sie werden dieſes Ziel nicht erreichen. Der Congreß wird Ihre Stimme nicht hören, denn Preußen hat eine lautere und vollere Stimme, und es wird das Klage⸗ geſchrei Sachſens übertönen.
Nun denn, ſagte Herr von Sahla düſter, wenn alle meine Pläne ſcheitern, wenn mein Vaterland wirklich verloren iſt, dann werde ich
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