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wenigſtens der Rächer meines ſterbenden Vaterlandes, meines unglück⸗ lichen Königs ſein, dann wird das Schickſal meinen Arm bewaffnen, um Diejenigen zu ſtrafen, welche ſich an Sachſen verſündigt haben! Wenn Alles verloren iſt, bleibt mir noch die Rache!
Rache! rief Friederike. Sie haben da ein Wort geſprochen, das mich zu Ihrer Bundesgenoſſin macht. Auch ich habe dieſes ſüße Wort in mein Herz eingegraben, auch ich gehöre zu ihren Prieſterinnen. Geben Sie mir Ihre Hand, Freund, wir gehören Beide zu demſelben Bunde, zu dem Bunde der Rache, und wir wollen uns förderlich ſein, ſo viel wir können.
Wollen Sie das wirklich, Friederike? fragte Sahla, ihre darge⸗ reichte Hand feſt in der ſeinen drückend. Wollen Sie mir wirklich helfen?
Sagen Sie nur, ob ich es kann?
Sie können es, denn Sie ſind einflußreich bei Dem, in deſſen Händen das Schickſal Sachſens ruht. Oh, Friederike, ſeien Sie groß⸗ müthig, ſeien Sie gerecht, erheben Sie Ihre mächtige, einflußreiche Stimme für das unglückliche Sachſen, für den tiefgebeugten König. Oh, Freundin, wenn Sie ihn geſehen hätten, den armen, beklagens⸗ werthen König, wenn Sie ihn in Thränen, Jammer und Noth ge⸗ ſehen hätten, wie ich ihn geſehen habe, wenn Sie das Wehklagen des ſächſiſchen Volkes gehört hätten, wie ich es gehört habe, ſo würde Ihr großmüthiges Herz ſich erbarmen, ſo würden Sie erkennen, daß es ein Sacrilegium iſt, den rechtmäßigen König von Sachſen ſeiner Krone, ſeiner Ehre und ſeines Eigenthums zu berauben, daß es ein Ver⸗ brechen an den heiligen Völkerrechten iſt, ein Volk willkürlich ſeinem angebornen Herrſcher zu entreißen, und es wider ſeinen Willen an einen Andern zu verſchenken. Oh, Friederike, dulden Sie es nicht! Noch einmal beſchwöre ich Sie im Namen meines Volkes, meines Kö⸗ nigs: erheben Sie Ihre einflußreiche Stimme für Sachſen, wenden Sie mit Ihrem Feuergeiſt, mit Ihrer ſüßen Beredtſamkeit das Unheil ab, welches uns bedroht. In den Händen des Staatskanzlers liegt das Schickſal Sachſens, küſſen Sie dieſe Hände und ſie werden uns wieder geben, was ſie uns nehmen wollten.
Ah, Sie wollen mich zu einer politiſchen Agentin machen, rief


