Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 2. Band (1859)
Entstehung
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wieder ganz glücklich ſein, denn ich werde wieder Ich ſelbſt ſein, Ihre Diavolezza, Ihr luſtiger Kobold, Ihr boshafter Dämon. Aber damit ich ganz geheilt werde, ganz geneſe, dazu bedarf es nur Eins.

Was denn, mein armes liebes Kind? fragte Hardenberg. Beim Himmel, ich habe nicht geahnt, daß ich Ihnen einen ſo tiefen Schmerz verurſachen würde. Ich glaubte, Sie ſuchten da nur den vornehmen Namen und nähmen den Mann mit in den Kauf, und nun finde ich zu meinem Bedauern, daß Sie den Mann geliebt, und nur den vor⸗ nehmen Namen mit in den Kauf genommen haben. Sagen Sie alſo, Theure, was kann ich thun, um Ihnen Geneſung zu verſchaffen?

Ich muß auf den Maskenball, rief ſie mit einem lauten Schrei. Ja, ich muß dahin. Ein Billet, ſchaffen Sie mir ein Billet zu dieſem Feſt.

Oh, Sie wollen ihn in flagranti überraſchen? Aber, Kind, ich fürchte Ihre Leidenſchaftlichkeit. Sie werden eine Scene machen, Sie werden den Strom Ihres leidenſchaftlichen Zorns über den Verbrecher ergießen, Sie

Ich ſchwöre Ihnen ganz ſtill zu ſein, kein Wort mit ihm zu ſprechen, ihn nicht ahnen zu laſſen, daß ich da war. Wollen Sie mir nun eine Einlaßkarte verſchaffen?

Und was verſprechen Sie mir, wenn ich's thue?

Ich verſpreche Ihnen alsdann, den Mann zu heirathen, den Sie mir ausgewählt, ich verſpreche Ihnen, niemals etwas Anderes mehr zu ſein, und ſein zu wollen, als Ihre Diavolezza.

Es ſei, ich nehme Ihre Verſprechungen an. Sie ſollen Ihre Einladungskarte haben. Aber Sie ſchwören mir, keine Scene zu machen?

Ich ſchwöre es Ihnen.

Aber der Marquis wird im Coſtüm und maskirt dort ſein. Wie wollen Sie ihn erkennen?

Oh, ſagte ſie mit einem eigenthümlichen Lächeln, er wird mir ſein Coſtüm ſagen, er hat kein Geheimniß vor mir, denn er weiß, daß er mir vertrauen kann, und daß ich ihn liebe. Ich muß die 13*