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ſagt, daß ich ſein Weib, daß ich die Marquiſe von Barbaſſon werden ſoll, er hat mir geſchworen, daß er mich liebt, mich allein.
Armes Kind, und Sie haben ihm geglaubt? fragte Hardenberg mitleidsvoll. Hören Sie, Friederike, ich habe dieſen Mann genau beobachten laſſen, und ich weiß mehr von ihm als die wachſame Wiener Polizei. Das kommt daher, daß dieſe jetzt ſehr Viele überwachen muß, während ich mein Augenmerk nur dieſem Einzigen zugewandt hatte, und nur um Ihretwillen, Kind. Ich werde daher auch meine Ent⸗ deckungen nicht der Wiener Polizei mittheilen, denn ich miſche mich nicht gern in fremde Angelegenheiten, und ich bin fremd hier, wie Ihr Marquis Barbaſſon ſelber. Aber ich werde Ihnen meine Entdeckungen mittheilen, Friederike, denn Ihre Angelegenheiten ſind die meinen, und mich trifft der Pfeil der auf Ihr Herz gerichtet iſt. Ich ſage Ihnen alſo, Kind, hüten Sie ſich vor dem Verräther, der ſich bei Ihnen unter einem falſchen Namen eingeſchlichen hat.
Unter einem falſchen Namen? rief Friederike empört. Ew. Excellenz verläſtern und klagen an, aber Sie beweiſen nicht.
Ich will beweiſen! Es kennt ihn hier Niemand als Marquis Barbaſſon. Er heißt für Jedermann Marquis von Laſtodere Als ſolchen kennt ihn die franzöſiſche Geſandtſchaft, der er als eifriger Le⸗ gitimiſt und geſchickter Agent von Fouché ſelbſt empfohlen worden.
Das beweiſt alſo nur, daß er Jenen ſeinen wahren Namen ver⸗ ſchwiegen hat, ſagte Friederike.
Nein, Kind, das beweiſt, daß er Ihnen, gleich Jenen, einen falſchen Namen geſagt hat, denn er heißt weder Barbaſſon noch Laſto⸗ dere. Er heißt Graf von Montbrun.
Nun, ich finde nicht, daß dieſer Name ſchlechter klingt, als die beiden andern, und ich werde mich eben ſo gern Gräfin Montbrun, als Marquiſe Barbaſſon nennen hören.
Ein ganz kleiner Umſtand wird das aber leider unmöglich machen.
Was für ein Umſtand?
Der Graf Montbrun, oder der Marquis Barbaſſon iſt verheirathet.
Das iſt nicht wahr, das iſt eine elende Lüge, rief Friederike mit erglühenden Wangen.
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