Ew. Majeſtät haben alſo habe, ich ſei an dieſer Infamie unſchuldig?
nicht gehört, daß ich Ihnen geſchworen
Ich habe das wohl gehört, mein Herr, aber ich habe Ihnen nicht
geglaubt, ſagte den Fürſten zu
Marie Louiſe mit jenem
ſtolzen, kalten Ton, der nur
Gebote ſteht, und der mehr kränkt und demüthigt, als
es Worte und Beſchuldigungen vermögen. Der Graf zuckte zuſammen und eine flammende Röthe überflog
einen Moment ſein Antlitz. Majeſtät, rief er außer ſich, aber indem
Sie meinem Schwur nicht glaubten, haben
beleidigt!
Nun denn, ich habe Sie beleidigt, habe Sie beleidigt, was weiter? Der Graf war im Begriff eine heftige Antwort zu geben, ſeine
Lippen hatten ſich ſchon geöf Kraftanſtrengung zwang er ſeine
Sie mich in meiner Ehre
ſagte Marie Louiſe ruhig, ich
fnet— aber mit einer letzten, gewaltigen Worte wieder hinein in ſein Herz,
und trat haſtig, als fürchte er die Nähe der Kaiſerin, einige Schritte zurück.
Ich ſehe mich wirklich. Ja, ich
meinem Haß dafür, daß ma
es wohl, ſagte er tiefaufſ
haßte Sie, rief ſie faſt
an mir Ihr Meiſterſtück machen ſollten, würdiges und chevalereskes Benehmen mich darüber täuſchen ſollten,
daß Sie mein Aufſeher ſind, damit Sie durch Ihre geiſtvolle und an⸗
regende Unterhaltung mi Sie durch Ihre Demuth,
ſollten, daß Fürſtin ſei, Haupte trage
ich noch immer eine hoh wenn ich auch nicht meh
verſuchen ſollen, meine Vergangenheit Gegenwart zu verſöhnen. Aber ich ſage Ihnen, ich will die Vergangen⸗
heit nicht vergeſſen, ich werde ſie ewig denn ich liebe meinen Gemahl, hören
eufzend, Ew. Majeſtät haßten
freudig. Sch räche mich mit
n Sie an meine Seite geſtellt, damit Sie
vamit Sie durch Ihr liebens⸗
ch über mein Unglück zerſtreuen ſollten, damit Unterwürfigkeit und Verehrung mich belehren e und der Verehrung würdige
r eine Kaiſerkrone auf meinem
Ich räche mich mit meinem Haß dafür, daß Sie es
auszulöſchen und mich mit der
beklagen, ewig zurück erſehnen,
Sie es wohl, mein Herr General
Graf Neipperg, ich liebe den Kaiſer Napoleon und ich werde ihn ewig
lieben, ihn, und ihn allein.
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