Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 1. Band (1859)
Entstehung
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Ew. Majeſtät haben alſo habe, ich ſei an dieſer Infamie unſchuldig?

nicht gehört, daß ich Ihnen geſchworen

Ich habe das wohl gehört, mein Herr, aber ich habe Ihnen nicht

geglaubt, ſagte den Fürſten zu

Marie Louiſe mit jenem

ſtolzen, kalten Ton, der nur

Gebote ſteht, und der mehr kränkt und demüthigt, als

es Worte und Beſchuldigungen vermögen. Der Graf zuckte zuſammen und eine flammende Röthe überflog

einen Moment ſein Antlitz. Majeſtät, rief er außer ſich, aber indem

Sie meinem Schwur nicht glaubten, haben

beleidigt!

Nun denn, ich habe Sie beleidigt, habe Sie beleidigt, was weiter? Der Graf war im Begriff eine heftige Antwort zu geben, ſeine

Lippen hatten ſich ſchon geöf Kraftanſtrengung zwang er ſeine

Sie mich in meiner Ehre

ſagte Marie Louiſe ruhig, ich

fnet aber mit einer letzten, gewaltigen Worte wieder hinein in ſein Herz,

und trat haſtig, als fürchte er die Nähe der Kaiſerin, einige Schritte zurück.

Ich ſehe mich wirklich. Ja, ich

meinem Haß dafür, daß ma

es wohl, ſagte er tiefaufſ

haßte Sie, rief ſie faſt

an mir Ihr Meiſterſtück machen ſollten, würdiges und chevalereskes Benehmen mich darüber täuſchen ſollten,

daß Sie mein Aufſeher ſind, damit Sie durch Ihre geiſtvolle und an⸗

regende Unterhaltung mi Sie durch Ihre Demuth,

ſollten, daß Fürſtin ſei, Haupte trage

ich noch immer eine hoh wenn ich auch nicht meh

verſuchen ſollen, meine Vergangenheit Gegenwart zu verſöhnen. Aber ich ſage Ihnen, ich will die Vergangen⸗

heit nicht vergeſſen, ich werde ſie ewig denn ich liebe meinen Gemahl, hören

eufzend, Ew. Majeſtät haßten

freudig. Sch räche mich mit

n Sie an meine Seite geſtellt, damit Sie

vamit Sie durch Ihr liebens⸗

ch über mein Unglück zerſtreuen ſollten, damit Unterwürfigkeit und Verehrung mich belehren e und der Verehrung würdige

r eine Kaiſerkrone auf meinem

Ich räche mich mit meinem Haß dafür, daß Sie es

auszulöſchen und mich mit der

beklagen, ewig zurück erſehnen,

Sie es wohl, mein Herr General

Graf Neipperg, ich liebe den Kaiſer Napoleon und ich werde ihn ewig

lieben, ihn, und ihn allein.