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Marſchall bin, und niemals werde ich bei Ihnen mich andets melden, e als indem ich Ihnen ſagen laſſe:„der alte Freund iſt da, um mit ni ſeinem jungen Freund zu ſ Aber kommen Sie, Sire, wir 6 wollen erſt die Frau Gräfin begrüßen!
Ja, kommen Sie, rief der Prinz, den Fürſten mit ſich fort⸗ ziehend, und betrachten Sie dann auch mein Bild, das der gute Iſa⸗ z bey malt.
Der Fürſt betrat mit dem kleinen Prinzen das Malzimmer, an deſſen Thür die Gräfin ihn mit einer ehrfurchtsvollen Verbeugung em⸗ W pfing, während Iſabey vor ſeiner Palette ſaß und malte.
Fürſt Ligne begrüßte die Fürſtin mit jener chevaleresken Höflich⸗
keit und Grazie, wie er ſie an dem Hof der großen Katharina geübt,
ii und mit der er ſelbſt die Marquiſe Pompadour für ſich gewonnen
6 hatte. Dann wandte er ſich dem Maler zu, und betrachtete ſchwei⸗
in gend und mit forſchenden Blicken das faſt vollendete, lebensgroße Bild
des kleinen Prinzen.
„Welch' eine frappante Aehnlichkeit, rief er, mit wie viel Grazie,
en Feinheit und Genialität das aufgefaßt iſt! Wahrlich, mein Herr, Sie
nd haben da ein Meiſterwerk geſchaffen, das nicht blos Ihrem Talent, ſondern auch Ihrem Geiſt und Ihrem Herzen Ehre macht. Sie haben ſo nicht blos mit dem Pinſel, ſondern auch mit dem Herzen und dem
ll Geiſt gemalt. Es iſt eine reizende und hochpoetiſche Elegie, welche
n⸗ Sie da auf die Leinwand gezaubert haben. Sie haben nicht ein Kind
ich gemalt, ſondern eine Sternenblume, die in reizender Unſchuld und Schönheit auf den Trümmern von Rom blüht; dieſe großen blauen n, Augen ſcheinen wehmüthig zu fragen:„wollt Ihr mich blühen laſſen auf meinen eigenen Trümmern?“ Dieſes Lächeln, das die purpurnen
die es Lippen wie der Traum eines Engels umſchwebt, ſcheint zu bitten: ⸗„gönnt mir ein wenig Sonnenſchein und Glück, denn ich muß ver⸗ welken, wenn ich im Schatten ſtehen ſoll.“ Mein Meiſter, Sie haben en da nicht ein Bild geſchaffen, ſondern ein Gedicht! en Durchlaucht, rief Iſabey freudig, Sie ſchufen das Gedicht, aber ich bin ſchon zufrieden, daß mein Bild Sie dazu begeiſtern konnte. n Ich bin nach Wien gekommen mit dem Wunſch, daß ich die Portraits


