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Wiſſen Sie aber, wer dieſer Marſchall iſt, Sire? Es iſt ein i guter Freund von Ihnen, und Sie haben ohne Zweifel ſeinen Namen Lhr mißverſtanden? hin Ich habe nur gehört, daß es ein Marſchall iſt, der mich beſuchen will, und ich will ihn nicht empfangen, ſagte der Knabe trotzig. Aber Sire, es iſt ja der Marſchall Fürſt von Ligne— on, Wie, es iſt mein lieber Fürſt Ligne? rief der Knabe fröhlich Er ſoll kommen, der gute liebe Fürſt. Laufe, Jacques, laufe, damit er nicht länger warten muß! Oh, ich will ſelber gehen, und ihn will⸗ 1 kommen heißen! „it Und leicht und anmuthig wie ein Vogel flatterte der Knabe durch ihl. das Zimmer in das anſtoßende Gemach, um dieſes durcheilend in den be Vorſaal zu gehen. bis eben, der dn, IV. tung 2 Der Fürſt von Ligne. kend, ein Indeß war der Lakay dem Prinzen ſchon zuvorgekommen, und ſchll hatte den Fürſten benachrichtigt. Jetzt öffnete er die Thür, und auf einer der Schwelle erſchien die lange hagere Geſtalt des alten Fürſten von Ligne, des einſtigen Freundes der Kaiſerin Katharina, des Kaiſers de Joſephs des Zweiten, und des Königs Friedrich des Großen. Achtzig M⸗ Jahre waren über ſein Haupt dahin gegangen, ohne ſeinen graden den ſtolzen Rücken zu beugen, ohne das Feuer ſeiner Augen zu trüben, und ohne den Ausdruck der Heiterkeit und des Lebensgenuſſes aus pil ſeinem edlen und geiſtvollen Antlitz zu verwiſchen. Das Alter hatte wohl die Jahrzehnte mit hartem Griffel auf ſeiner Stirn verzeichnet, es hatte wohl ſeine Haare gebleicht, die wie die ungeheure Mähne eines Löwen bis auf ſeine Schultern niederhingen, aber es hatte keine 6. Furchen durch ſein Herz gezogen, es hatte den Geiſt und die Phantaſie 103 † ————


