Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nſich enten, denn

achen.

üchſte

er in das orgen erren einem en.*) Zeit uden, So

erung Kaiſer chten. ander einet 6dann greß⸗ rtrait dem ſagte: wohl aber Con⸗ ihm hirt mein

141

iſt aber heute wirklich eine Verhinderung eingetreten. Die Congreß⸗ mitglieder ſind zu einem déjeuner dansant zur Kaiſerin von Oeſter⸗ reich eingeladen, und es iſt daher natürlich, daß die Conferenz ausfällt. Ich werde alſo erſt morgen an meinem Bilde weiter arbeiten können, und ich wollte deshalb bitten, daß ich heute das Portrait des Prinzen weiter fortführen dürfte, das heißt, wenn die Frau Gräfin und der Prinz nicht anderweit verhindert ſind.

Oh, wir ſind niemals verhindert, ſagte die Gräfin mit einem trüben Lächeln. Es bekümmert ſich Niemand um uns, und vielleicht iſt das noch ein Glück, denn wir ſind dadurch vollkommen Herr un⸗ ſerer Zeit. Laſſen Sie uns alſo in das Malzimmer gehen. Kommen Sie, Sire!

Aber ich mag nicht gemalt werden, rief der Knabe unwillig. Es iſt unangenehm, immer ſo ſtill auf dem Stuhl zu ſitzen und ſich gar nicht zu bewegen. Nein, nein, ich will nicht gemalt werden.

Sire, bedenken Sie aber, daß Ihr Portrait von Ihrer Frau Mutter gewünſcht wird, und daß ſie es in ihrem Salon zu haben begehrt.

Der Knabe ſeufzte. Ach, ſagte er leiſe vor ſich hin, ich wollte, das Portrait wäre für meinen lieben Papa beſtimmt, dann würde ich mich ſehr gern malen laſſen.

Wer weiß, Sire, ſagte Iſabey, welcher die leiſen Worte des Knaben dennoch verſtanden hatte, wer weiß, ob es Ihr Herr Vater, der Kaiſer, nicht doch noch einmal erhält, und ob es alſo nicht für Ihn iſt, daß Sie mir heute eine Sitzung bewilligen.

Wenn das ſo iſt, ſo will ich ſitzen, rief der Prinz lebhaft,— das heißt, ſetzte er zögernd hinzu, ich mache eine Bedingung!

Was für eine Bedingung, mein Prinz?

Der Knabe ſchaute den Maler mit zärtlichen, flehenden Blicken an. Ich mache die Bedingung, ſagte er, daß Sie mir wieder eine ſo hübſche Geſchichte von meinem lieben Papa erzählen, wie Sie es geſtern thaten.

Ich nehme die Bedingung an, ſagte Iſabey lächelnd. Ihr Vater, der große Kaiſer Napoleon, hat ſo viel Großes und Herrliches gethan,