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139 in dem alten ſchlechten Schloß von Schönbrunn ſitze. Ach, liebe Quiou, wenn ich doch nur ein einziges Mal erſt wieder mit meinem lieben Papa Kaiſer in Paris und in den Tuilerieen wäre, und mit ihm das ſchöne ich vergeſſen habe, und das— Nein, halt,
Lied ſingen könnte, das i unterbrach er ſich lebhaft, ich weiß es jetzt, ich weiß es! Höre nur,
liebe Quiou, höre nur. Er nahm haſtig von dem großen Tiſch mit Spielſachen ein kleines
zierliches Gewehr, und es in ſeinen Arm legend und eine ſtrenge mi⸗ litairiſche Haltung annehmend, begann er mit klarer, heller Stimme zu ſingen:
N Allons, enfants de la patrie,
Le jour de gloire est arrivé, Marchons—
Die Stimme verſagte ihm, und ſeine vorher ſo glänzenden Augen umdüſterten ſich. Ich will lieber nicht ſingen, Quiou, ſagte er, denn mir iſt immer, als hörte ich meinen Papa mit mir ſingen, und dann thut mir das Herz ſo weh, weil ich ihn nicht ſehen kann. Nein, rief
er dann, ich will doch ſingen, denn alsdann höre ich doch die Stimme
meines lieben Papa Kaiſers. Und zum zweiten Mal, jetzt noch
er von Neuem:
lauter, noch jauchzender, begann
Allons, enfants de la patrie— Le jour de gloire est arrivé, ſang hinter ihm eine laute mächtige Stimme.
Der Knabe ſah ſich erſchrocken um, eilte zu dem Herrn hin, der auf der Schwelle der geöffneten Thür ſtand, und fröhlich lachend den kleinen Prinzen begrüßte.
Ah, mein lieber Freund Iſabey, rief der kleine Prinz, ihm beide
Hände darreichend.
Ja, mein theurer Sire, Ihr Freund Iſabey, rief der Eintretende,
rneigte, fuhr er fort: ich bitte
er ſich tief vor der Gräfin ve die Frau Gräfin um Verzeihung, daß ich es gewagt habe, auf ſo
wenig ceremonielle Weiſe hier einzutreteu. Allein der Maler hat, gleich
dem Arzt, das Vorrecht, unangemeldet zu ſei
dann lachte er laut auf, und
inen Patienten eintreten zu


