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weder Titel, noch Rang, noch Vermögen habe, ich tauſche doch nicht mit dem König Friedrich Auguſt, obwohl er Titel, Rang, und wahr⸗ ſcheinlich auch noch, trotz ſeiner angeblichen Armuth, ein recht hübſches Vermögen beſitzt. Aber mir gehört die Zukunft, ich werde mir alles das erwerben, was mir jetzt noch fehlt, während der König von Sachſen gar keine Zukunft mehr hat, und im beſten Fall, und wenn er Glück hat, nur noch einige Fetzen von ſeinem Purpurmantel, einige Zipfelchen von dem Lande erretten kann, das ihm einſt ganz gehörte.
Aber es iſt doch unmöglich, daß Europa dieſen Raub zugebe und dulde, rief Herr von Sahla verzweiflungsvoll. Was that denn Fried⸗ rich Auguſt, um eine ſolche Schmach zu verdienen, und wer von den deutſchen Fürſten hat das Recht, ihn zu richten, zu ſtrafen und ab⸗ zuſetzen?
Sie fragen, was Ihr König that? fragte Friederike achſelzuckend. Er liebte den Feind Deutſchlands auch dann noch, als er keine Kronen, keine Reiche und Länder mehr zu vertheilen hatte, er liebte ihn nicht blos mit den Lippen, wie die anderen deutſchen Fürſten, ſondern auch mit dem Herzen, und er wollte ſeiner Liebe auch dann noch treu bleiben, als die anderen Herren ſchon längſt begriffen hatten, daß Bonaparte jetzt hinlänglich ſchwach und gebeugt ſei, um von ihnen mit Glück an⸗ gegriffen werden zu können. Ihr König liebte jedenfalls ſeine Treue mehr als ſein Land, und darum meinen die Fürſten jetzt, er ſolle ſich ſeine Treue immerhin bewahren, aber ſein Land fahren laſſen.
Aber Sachſen will ſeinen König nicht aufgeben, Sachſen will nicht Preußiſch werden, rief Sahla glühend.
Mein Lieber, um Gotteswillen verſchonen Sie mich mit der Po⸗ litik, ſagte Friederike lachend. Was geht es mich an, ob Sachſen Preußiſch werden will? Preußen will jedenfalls, daß es Sachſen be⸗ halten kann, und ich glaube, es wird alle Mittel in Bewegung ſetzen, um ſeinen Willen durchzuführen.
Das heißt mit anderen Worten, Sie weiſen mich ab? fragte Herr von Sahla düſter. Sie wollen uns nicht Ihren Beiſtand leiſten?
Nein, das heißt, ich will, daß Sie Sich ganz und deutlich aus⸗ ſprechen. Sie haben mir geſagt, was Sie von mir wollen, aber Sie


