und hatten die Plätze eingenommen, welche die Feſtmarſchälle, deren an jeder Tafel ſich vier befanden, mit den goldenen Stäben ihnen be⸗ zeichnet hatten. Hinter den Sitzen ſtehend harrten ſie der Ankunft der Souveraine, der Kaiſer, Könige, Fürſten, Feldmarſchälle und Generäle, die heute in innigſter Gemeinſchaft mit ihnen das Feſtmahl einnehmen wollten, und von denen an jeder dieſer funfzig Tafeln Einer präſidiren ſollte. Die drei Mitteltafeln, an deren oberſten Enden koſtbar vergol⸗ dete, mit Purpurſammet überzogene Fauteuils ſtanden, ſchienen indeß den Mittelpunkt des Ganzen zu bilden; an ihnen ſollten die beiden Kaiſer und der König von Preußen präſidiren. An der Mitteltafel Kaiſer Alexander, an der Tafel ihm zur Rechten König Friedrich Wil⸗ helm, und ihm zur Linken der Kaiſer Franz. Weiterhin folgten dann die Tafeln der Könige von Baiern und Württemberg, der Herzöge von Baden, von Weimar, Koburg und Braunſchweig, des Fürſten von Schwarzenberg, der Erzherzöge von Oeſterreich, der übrigen deutſchen Fürſten, und der ruſſiſchen und deutſchen Feldmarſchälle.
Jetzt ließ ſich in der Ferne ein unermeßliches Jubelgeſchrei ver⸗ nehmen, das wie das Gebrauſe des ſtürmenden Meeres näher und näher heran rauſchte, und in ungeheuren Accorden jetzt ſich an den Tafeln der Soldaten, von den Tribünen und hoch oben von den Bäu⸗ men wiederholte. Wie goldfunkelnde Sterne leuchtete es in der Ferne auf, dieſe Sterne wurden größer und ſtrahlender, die Wolke von Staub, welche als durch die große Allee daher flog, öffnete ſich jetzt und ſchien einen ganzen Himmel von Sternen, voll Purpurgluth und Sonnenglanz auszuſtrömen. Es waren die Monarchen, welche in ihren glänzenden Uniformen, die Bruſt bedeckt mit brillantnen Sternen und breiten Ordensbändern daher kamen, begleitet von einem unermeßlichen Gefolge von Fürſten und hohen Militairs in ihren goldgeſtickten Ge⸗ wändern. Voran ritten die drei Monarchen von Rußland, Oeſterreich und Preußen; Alexander, ſtrahlend von Schönheit, Jugend und An⸗ muth, Franz mit ſeinem kalten, gleichgültigen und gelangweilten Ge⸗ ſicht, Friedrich Wilhelm mit ernſten, faſt traurigen Mienen. Wee ſie jetzt an der Tribüne vorüberkamen, auf welcher die Kaiſerinnen ſo eben ihre Plätze eingenommen hatten, verneigte ſich der Kaiſer Alexander mit


