Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
Entstehung
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durch Mißbrauch der ihm übertragenen Gewalt, durch Despotismus, durch Aufhebung der Preßfreiheit, durch willkührlich n Kriege, durch die offen zur Schau getragene Verachtung der Menſchen und ihrer Geſetze ſich der heiligen Würde, der Vater eines Volkes zu ſein, unwerth gemacht habe. Der Senat ſagt ferner, daß er die Bour⸗ bonen auf den Thron Frankreichs zurückrufe. In Folge dieſer Erklä⸗ rung hat die proviſoriſche Regierung heute proclamirt, daß bis zu der Ankunft des Königs Ludwig des Achtzehnten die Regierung des Landes allein in ihren Händen ruhe.

Ach, die Verräther! rief Napoleon mit flammenden Zornesblicken. Sie haben das gewagt, ſie haben die Unverſchämtheit ſo weit getrieben! Sehen Sie, welche feile Creaturen dieſe Menſchen ſind! So lange das Glück mir treu blieb, waren dieſe Leute, welche ſich jetzt proviſo⸗ riſche Regierung und Senat im Namen Ludwigs nennen, meine gehor⸗ ſamſten, ſchmeichleriſchſten Diener. Sie thaten Alles, was ich forderte, ſie waren die gehorſamen Werkzeuge meines Willens, und nie haben ſie mich eine Klage über den Mißbrauch meiner Gewalt vernehmen laſſen. Ach, ſie beſchuldigen mich der Menſchenverachtung; nun ſagen Sie, Caulaincourt, ob die Welt nicht jetzt erkennen wird, daß ich einigen Grund dazu gehabt habe?*)

Sire, es iſt wahr, Ew. Majeſtät haben auf Ihrem Wege viele Undankbare gefunden, und werden deren noch täglich finden, ſagte Cau⸗ laincourt ſeufzend. Die Treuloſigkeit ſcheint jetzt zu einer epivemiſchen Krankheit geworden zu ſein.

Ach, ich ſehe, Sie haben mir noch nicht Alles geſagt, rief Napo⸗ leon heftig. Sprechen Sie. Zuerſt, was war das Ergebniß Ihrer Unterhandlungen mit dem Kaiſer Alexander?

Sire, wenn Ew. Majeſtät ſich entſchließen, für Sich und Ihre Erben dem Thron Frankreichs für immer zu entſagen, ſo bieten die verbündeten Souveraine Ew. Majeſtät Corſica oder Elba als ſouve⸗ raines Eigenthum an, und Frankreich wird Ew. Majeſtät dort eine Penſion von zwei Millionen Francs jährlich zahlen.

*) Napoleons eigene Worte. Siehe: Fain, Manuscrit de 1814.