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Wir müſſen alſo einen feſten Beſchluß faſſen, und das muß heute noch, in dieſer Stunde noch geſchehen. Kommen Sie, meine Herren, laſſen Sie uns zum letzten Mal den Weg der Güte und der Ueberredung
verſuchen. Wir müſſen ihm offen und ehrlich von ſeiner Abdankung
ſprechen, er muß ſie definitiv ausſprechen, oder—
Oder wir werden ihn dazu zwingen, ſagte Macdonald. Er hat uns oft genug gezwungen zu thun, was wir nicht wollten. Kommen Sie, meine Herren, gehen wir zum Kaiſer.*)
Der Kaiſer ſaß noch, über ſeine Karte geneigt, in ſeinem Kabinet, als die vier Marſchälle zu ihm eintraten.
Ein raſcher Blitz ſeiner Augen traf die Eintretenden, und in ihren bleichen, trotzigen Geſichtern las er, daß ſie nicht zu ihm kamen als ſeine Freunde, ſeine Diener, ſondern als ſeine Gegner.
Es freut mich, ſagte der Kaiſer ruhig, daß Sie meiner Aufforde⸗ rung zuvorkommen und mich aufſuchen, während ich Sie alle gerade zu mir beſcheiden wollte. Wir müſſen einen Kriegsrath halten, meine Herren Marſchälle. Ich habe den morgenden Tag zu einem allge⸗ meinen Angriff auf die Verbündeten feſtgeſetzt, und ich wollte Sie hier verſammeln, um Ihnen meinen Plan zu detailliren. Gehe Einer von Ihnen und rufe Berthier, der Theil haben muß an unſeren Be⸗ rathungen.
Sire, ſagte Ney mit rauher Stimme, bevor wir die Berathungen über den Krieg beginnen, müßten wir doch zuerſt überlegen, ob der Krieg noch möglich, ob er an der Zeit, und ob er wünſchenswerth iſt.
Napoleon ſchleuderte auf ihn einen Blick, vor dem der Marſchall ſonſt ſein Herz in Schrecken würde erzittern gefühlt haben, der heute aber keinen Eindruck auf ihn machte.
Ich glaube, fuhr Ney fort, daß Frankreich jetzt nicht mehr in der Lage iſt, einen erneuerten Krieg ertragen zu können. Frankreich iſt erſchöpft, todesmatt, es blutet aus tauſend Wunden, es geht ſeinem ſicheren Ruin entgegen, wenn es einen nutzloſen Kampf noch länger
*) Dieſe Unterredung findet ſich in den Mémoires de la Puchesse
d'Abrantès. Vol. XVIII. p. 20. Mühlbach, Napoleon III. Bd. 45


