Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
Entstehung
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Nun, ſagte er, wenn die Verbündeten nach Paris ziehen, ſo müſſen wir auch dahin. T 2

Ja, nach Paris, nach Paris! riefen die Marſchälle. In Paris liegt die Entſcheidung, und Paris kann ſich nur vertheidigen, wenn der Kaiſer mit ſeinem Heer zu ſeiner Hülfe herbeieilt.

Auf denn nach Paris! rief Napoleon. Aber in Eilmärſchen, mit der Schnelle eines Sturmwindes müſſen wir dort ſein!

Nun ſchien der Kaiſer alle ſeine Energie, ſeine Thatkraft wieder gefunden zu haben. Sein Auge leuchtete und glänzte wieder, ſein Antlitz hatte wieder den Ausdruck ſtolzer Energie, er ertheilte wieder mit klarer, feſter, ja faſt freudiger Stimme ſeine Befehle.

Vorwärts alſo geht es jetzt nach Paris. Es gilt in Paris den Thron des Imperators zu vertheidigen, in Paris das Erbe des Königs von Rom vor den Händen der Verbündeten und der Bourbonen zu ſchützen.

Vorwärts alſo im Sturmmarſch, vorwärts nach Paris! Schon an dieſem Tage iſt des Kaiſers Hauptquartier in Montier⸗en⸗Der. Näher alſo ſchon iſt man an Paris. Am achtundzwanzigſten März geht es raſtlos weiter, ſchon hat man Doulerant auf der Straße von Paris erreicht, da ſprengt auf dem Wege von der Hauptſtadt ein Reiter daher, ſtaubbedeckt, athemlos und bleich.

Der Kaiſer? Wo iſt der Kaiſer? ruft er aus keuchender Bruſt.

Man führt ihn zum Kaiſer. Sire, flüſtert er, mich ſendet der General⸗Poſtdirector, Ihr getreuer Graf La Valette. Dies Papier ſoll ich dem Kaiſer übergeben.

Er reicht dem Kaiſer ein kleines, zuſammengefaltetes Papier dar und ſinkt, von der übermäßigen Anſtrengung erſchöpft, ohnmächtig zuſammen.

Der Kaiſer entfaltet das Papier und lieſt. Ein leiſes Beben geht durch ſeine ganze Geſtalt, eine tiefe Bläſſe bedeckt ſeine Wangen und die Falte zwiſchen ſeinen Augen wird finſterer.

Noch einmal wirft er den flammenden Blick auf das Papier, noch einmal bohren ſich ſeine Augen, wie Dolchſpitzen, auf dies Blatt, dann