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buhlerin iſt, welcher ich habe weichen müſſen?— Nein, nein, ich kenne Bonaparte's Herz, ich weiß, daß er ſolcher Grauſamkeit nicht fähig wäre. Sie, jung, ſchön, ſie die regierende Kaiſerin,— ich alternd, vergrämt, die verſtoßene Kaiſerin! Ich— ach, da rollt ein Wagen in den Hof! Er kommt!
Ihre ganze Geſtalt erbebte, ihre Kniee verſagten ihr den Dienſt, und athemlos, das Antlitz übergoſſen von fliegender Purpurgluth, ſank ſie auf einen Seſſel nieder.
Mein Gott, mein Gott, murmelte ſie, ich liebe ihn noch immer, mein Herz vergißt nicht!
Ein leiſes Klopfen an der kleinen Seitenthür, die auf den inneren Corridor führte, ließ ſich vernehmen, dann ward dieſe Thür geöffnet und Conſtant trat ein.
Joſephine erhob ſich haſtig, ihre Wangen waren jetzt leichenbleich, ihre Lippen bebten. Conſtant, er iſt da? fragte ſie.
Ja, Majeſtät. Der Kaiſer läßt Ew. Majeſtät erſuchen, ſich in den Salon zu begeben. Er wird ſogleich dort eintreten.
Und wer, fragte Joſephine, wer kommt mit ihm?
Se. Majeſtät hat mich beauftragt, Ihnen zu ſagen, daß es ihm zur Genugthuung gereichte, Ew. Majeſtät zum Neujahrsfeſt eine kleine Freude zu bereiten und er deshalb einen längſt gehegten Wunſch Ew. Majeſtät erfüllt hat.
Conſtant, rief Joſephine freudig, der Kaiſer bringt mir den König von Rom?
Ja, Majeſtät, ſo iſt es!
Ah, ihr Kind! rief Joſephine mit einer erſten Regung der Eifer⸗ ſucht, indem ſie ihre beiden Hände vor ihr Antlitz drückte.
Der Kaiſer läßt bitten, daß Ew. Majeſtät die Gnade haben, den kleinen König nicht ahnen zu laſſen, wem er die Ehre hat zu nahen, flüſterte Conſtant.
Ach, ſie ſoll nicht ahnen, daß ihr Kind zu mir gekommen, mur⸗
melte Joſephine, während die Thränen zwiſchen ihren Fingern her⸗
vorquollen. Der Kaiſer läßt ferner Ew. Majeſtät beſchwören, den Prinzen


