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V. Joſephinr.
Genau mit dem Glockenſchlag vier Uhr fuhr der Wagen der Kaiſerin Joſephine in den Hof des Schlößchens Bagatelle ein. Die Kaiſerin fragte den herbeieilenden Schloßcaſtellan mit zitternder Stimme, ob ſchon vor ihr Jemand hier angelangt ſei und athmete erleichtert auf, als der Caſtellan verneinte.
Mit jugendlicher Lebendigkeit verließ ſie den Wagen und trat in das Schloß ein, gefolgt von dem Caſtellan, der mit erſtaunten Blicken dieſe Kaiſerin ohne Hofſtaat und Gefolge betrachtete, dieſe Kaiſerin, welche verſtohlen und zitternd daher kam, wie ein junges Mädchen, das
zu ſeinem erſten Rendezvous geht.
Mit raſchen Schritten durcheilte Joſephine die wohlbekannten Räume des Schloſſes und trat jetzt in den Saal, in welchem ſie ſohſt in den Tagen ihres Glückes ſo oft die fremden Fürſten und Geſandten, oder die Würdenträger Frankreichs empfangen hatte.
Dieſer Saal war jetzt leer, Niemand war da, die vereinſamte Kaiſerin willkommen zu heißen. Aber in den Kaminen brannten helle, luſtige Feuer und Alles war wie zum Empfang hoher Gäſte bereit.
Sie wußten alſo, daß ich kommen würde? fragte die Kaiſerin den Caſtellan.
Majeſtät, ſagte dieſer leiſe und ehrfuchtsvoll, Herr Conſtant war hier und gab Ordre, die Zimmer in Bereitſchaft zu halten. Wenn es Ew. Majeſtät beliebt, einige Erfriſchungen anzunehmen, ſo werden Ew. Majeſtät im Speiſeſaal Alles bereit finden.
Nein, nein, ich danke, rief die Kaiſerin haſtig. Aber ſagen Sie, iſt auch mein Toilettenzimmer— mein früheres Toilettenzimmer, ver⸗ beſſerte ſie ſich ſtotternd— iſt auch das erwärmt und brauchbar? Ew. Majeſtät finden alle Ihre Zimmer brauchbar, als wenn Sie noch die Gnade hätten, hier, wie früher, zuweilen zu reſidiren.
Nun denn, ſo will ich mich in mein Toilettenzimmer begeben, ſagte


