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Sire, Niemand, der die Kaiſerin Joſephine gekannt hat, wird ſie vergeſſen können.
Ach, man ſehe den Fripon, welch' eine ſtachlichte Antwort er mir da giebt! Nun, ich will Ihnen beweiſen, Herr Fripon, daß ich die Kaiſerin Joſephine auch nicht vergeſſen habe. Es iſt heute das Neu⸗ jahrsfeſt. Hätten Sie nicht Luſt, der Kaiſerin Joſephine in Malmaiſon Ihre Gratulation darzubringen?
Sire, wenn ein ſo unbedeutender, niedriger Diener, wie ich, es wagen darf, das zu thun, ſo würde ich allerdings ſehr beſeligt ſein, meine Glückwünſche zu den Füßen der Kaiſerin Joſephine niederlegen zu können.
Gehen Sie, ich erlaube es Ihnen, und die Kaiſerin wird Sie gewiß ſehr gut aufnehmen.
Vorzüglich, Sire, wenn ich Ihrer Majeſtät irgend eine Botſchaft von Sr. Majeſtät dem Kaiſer zu überbringen hätte.
Fripon, doppelter Fripon, ich glaube Sie unterſtehen ſich, meine Gedanken zu errathen! Nun denn, ja, ich will Ihnen eine Botſchaft an die Kaiſerin mitgeben. Eilen Sie ſofort zur Kaiſerin Joſephine, bringen Sie ihr meine Grüße, aber ſehen Sie zu, daß die Kaiſerin Sie ganz allein und ohne Zeugen empfängt. Hören Sie, Conſtant, ohne Zeugen! Und alsdann ſagen Sie der Kaiſerin, ſie ſolle ſofort ihren Wagen vorfahren laſſen, und unter dem Vorwand, ſich unbe⸗ achtet ihren traurigen Neujahrsgedanken überlaſſen zu wollen, ganz allein, ohne alle Begleitung eine Spazierfahrt machen. Erſt wenn ſie eine gute Strecke von Malmaiſon entfernt iſt, ſoll ſie Befehl geben, nach dem kleinen Schlößchen La Bagatelle zu fahren. Genau um vier Uhr ſoll ſie dort ſein. Ich werde mich auch dorthin begeben, und ſa⸗ gen Sie Ihrer Majeſtät, ich würde vielleicht nicht allein zu ihr kommen. Nun eilen Sie, Conſtant. Empfehlen Sie der Kaiſerin un⸗ bedingte Verſchwiegenheit an. Sie aber, Conſtant, bedenken Sie wohl, daß wenn irgend Jemand etwas von dieſer Sache erfährt, ich Sie darüber zur ſtrengen Rechenſchaft ziehen werde. Gehen Sie!


