Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
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ſorgſam bemüht, ſeinen Schlaf nicht zu ſtören, ſaß der Kaiſer ſtill und unbeweglich da, nicht wagend den Arm zu rühren, obwohl er ihm von der Laſt des Kindes ſchmerzte, kaum athmend, obwohl ſeine Bruſt be⸗ engt war von ſchweren Seufzern. Ein wunderbares und ſchönes Bild war es, dieſes liebliche Kind zu ſehen, das in ſüßen, lächelnden Träu⸗ men ſein lockiges Haupt an die Bruſt des Kaiſers lehnte, der mit ernſten zärtlichen Blicken zu dem Knaben niederſchaute, und deſſen bleiches Cäſarenangeſicht von der Zärtlichkeit für ſein Kind wie von einem milden Sonnenſtrahl übergoſſen ward.

Lange ſaß der Kaiſer ſo da, ſchweigend, regungslos, das ſchlafende Kind an ſeine Bruſt gedrückt. Gar ſeltſame und wunderbare Gedanken kamen über ihn, Gedanken von vergangenem Glück, von vergangener Liebe. Er dachte daran, wie lange er ſich geſehnt, einen Sohn zu be⸗ ſitzen, und wie viel Thränen es ſeiner erſten Gemahlin gekoſtet, ihm denſelben nicht geben zu können. Er dachte daran, wie ſehr ſie ihn geliebt dieſe edle, ſchöne Kaiſerin Joſephine, welche er in die Einſam⸗ keit verſtoßen mit dem Egoismus ſeines Stolzes, der einen Thronerben begehrte. Das Schickſal hatte ihm, dem Kaiſer, Alles gegeben, was ſein Herz und ſein Stolz begehrte, ein junges, ſchönes Weib, welches ihn liebte, und welches die Tochter eines Kaiſers war— ein liebliches holdes Kind, welches der Erbe ſeines Kaiſerthrones ſein ſollte. Aber indem das Schickſal ihm Alles gab, hatte es Joſephinen Alles ge⸗ nommen— das Herz und den Beſitz ihres Gemahls,— ihre Würde und ihr Anſehen als Kaiſerin und Herrſcherin. Sie war nichts mehr als eine alternde, verlaſſene und unglückliche Frau, welche nur Thränen für ihre Vergangenheit, keine Freude in der Gegenwart, keine Hoffnung für die Zukunft hatte!

Dieſes Alles hatte dieſes Kind, dieſes von ſeinem Vater angebetete, von ganz Frankreich mit Jubel begrüßte Kind verſchuldet, und dennoch, trotz alles Unheils, das es ihr gegeben, trotzdem es das Kind einer anderen Frau war, dennoch liebte Joſephine dieſes Kind und hatte oft den Kaiſer angefleht, ſie den kleinen König von Rom ſehen und um⸗ armen zu laſſen.

Er hatte es ihr ſtets verweigert, um die Eiferſucht ſeiner jungen