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beſitzen!*)
Und der Kaiſer ließ ſein Haupt auf ſeine Bruſt ſinken und ſtarrte
trübe vor ſich hin. Eine Pauſe trat ein, welche das ſonſt ſo lebhafte Kind nicht durch eine Bewegung, ein lautes Athmen zu unterbrechen wagte.
Endlich richtete der Kaiſer ſein Haupt wieder empor. Gehen Sie, Fontaine, und nehmen Sie Ihre Pläne mit, ſagte er, wir werden noch weiter varüber ſprechen. Und Sie, meine Herren Miniſter, kommen Sie! Wir haben noch Einiges von Wichtigkeit zu berathen. Aber erſt will ich den König von Rom wieder zu ſeiner Gouvernante führen.
Der kleine König klammerte ſich mit faſt ängſtlicher Zärtlichkeit an den Kaiſer feſt. Ach lieber, lieber Papa Kaiſer, flehte er, laſſen Sie mich hier. Ich will ganz ſtill ſein, gewiß ganz ſtill! Ich will nur auf Ihrem Schooß ſitzen, und meinen Kopf an Ihre Bruſt legen und gar nicht ſtören!
Nun, ſo bleiben Sie, Sire, ſagte Napoleon lächelnd. Wir werden ja ſehen, ob Sie wirklich ganz ſtill ſein können und gar nicht ſtören.
Der kleine König von Rom hielt Wort. Er ſaß ganz ruhig auf des Kaiſers Knie und lehnte ſein Köpfchen an des Vaters Bruſt, er unterbrach mit keinem Laut die ernſte und wichtige Berathung des Kaiſers und ſeiner Miniſter.
Endlich nach einer Stunde war die Berathung beendet, und Na⸗ poleon verabſchiedete die Herzöge.
Nun, Sire, nun kommen Sie, ſagte Napoleon, ſich zu ſeinem Kinde wendend, nun wollen wir ſpielen.
Aber der kleine König, welcher ſonſt dieſe Worte ſeines Vaters mit lautem Jubel aufzunehmen pflegte, blieb jetzt ſtill, und wie der Kaiſer ſich zu ihm niederneigte, ſah er, daß das Kind eingeſchlafen war.
Glücklicher König, murmelte Napoleon, glücklicher König, welcher einſchlafen darf, wenn man von Krieg und Staatsangelegenheiten ſpricht.
Leiſe und vorſichtig zog er das Kind dichter an ſeine Bruſt, und
*) Napoleons eigene Worte. Siehe: Abrantès, Mémoires. Vol. XVI. 239.
bauen, und wenn ſie mich beſiegen, wirſt Du nicht einmal eine Hütte


