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Nein, Sire! Der König von Rom muß ein Palais für ſich ganz allein haben, in welchem er mit ſeinem Hofe reſidirt.
Papa Kaiſer, ich danke Ihnen für Ihr Neujahrsgeſchenk, ſagte der Knabe trotzig, ich danke Ihnen, aber ich nehme es nicht an! Ich will kein Palais für mich allein. Ich danke Ew. Majeſtät, ich will lieber hier in den Tuilerien bleiben!
Aber, Sire, bedenken Sie doch, ein recht ſchönes Palais, das Ihnen allein gehört.
Ich will es nicht! Ich will nicht allein wohnen!
Nun, Sire, dann werden Sie Ihre ſchöne Mutter, die Kaiſerin bitten, mit Ihnen dort zu wohnen. Genügt das?
Das Kind blickte raſch und ſcheu im Zimmer umher, als wolle es ſich überzeugen, daß weder die Kaiſerin, noch Frau von Montes⸗ quiou zugegen ſeien, dann warf es ſeine beiden Arme um den Hals des Kaiſers und rief: Ich will ſein, wo Sie ſind, Papa! Ich will wohnen, wo Sie wohnen!
Napoleon preßte ſeine Lippen mit einer leidenſchaftlichen Zärtlich⸗ keit auf das Haupt ſeines Sohnes. Nun, Sire, ſagte er mit vor Liebe und Rührung zitternder Stimme, man wird Ihnen alſo wohl den Willen thun müſſen. Ich werde, ſobald Ihr Palais vollendet iſt, mit Ihnen in demſelben wohnen. Nehmen Sie Ihr Palais unter dieſer Bedingung an?
Ja, mein lieber Papa Kaiſer, rief der Prinz freudig, nun nehme ich es an, und ich danke Ihnen!
Sie hören es alſo, Fontaine, ſagte der Kaiſer, ſich lächelnd ſeinem Architecten zuwendend. Sie dürfen den Bau des Palaſtes beginnen, der König von Rom nimmt ihn an. Gehen Sie alſo an's Werk! Ich genehmige dieſen zweiten Plan hier. Wir wollen dem König von Rom ein großartiges und prachtvolles ſtädtiſches Landhaus bauen, und in zwei Jahren muß es vollendet ſein! In zwei Jahren—
Plötzlich ſchwieg der Kaiſer; eine Wolke flog über ſeine Stirn hin und ſein Antlitz verfinſterte ſich. Ach, ſagte er düſter, die Hand auf das Haupt des Prinzen legend, ach, wir wollen Dir ein Palais


