Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
Entstehung
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Der Schleier war jetzt von den Augen des Kaiſers verſchwunden, aber die Hand, welche ihn fortgezogen, war feucht.

Der Knabe ſprang empor und flog wieder zu ſeinem Vater hin,

der ihn zärtlich in ſeine Arme drückte, und dann, gleichſam entſchul⸗

digend, ſich ſeinen Miniſtern zuwendete. 63 Nun, meine Herren, ſagte er heiter, glauben Sie, daß die Stimme lic des Königs von Rom ſtark genug iſt, um durch die Wolken zu dringen und für Frankreich und für mich das Glück zu erflehen?. Sire, ich glaube es, ſagte der Herzog von Baſſano mit vor Rüh⸗ rung zitternder Stimme. Und ich bin davon überzeugt, ſagte der Herzog von Rovigo leb⸗

den

haft. Wenn irgend ein Gebet zu Gott dringen kann, ſo muß es dies Gebet des Königs von Rom. Es wird Frankreich und ſeinem erhabenen Kaiſer das Glück er⸗ e flehen, ſagte der derzog pon Vicenza mit liebevoller Stimme. Sire, erlauben Sie mir, Ihnen im Namen Frankreichs eine Bitte 3 vorzutragen, rief Fontaine. Schenken Sie Frankreich, als Neujahrs⸗ nic⸗ geſchenk Ihrer Liebe, das Bild des Königs von Rom, der für Frank⸗ reich und ſeinen Vater betet. Laſſen Ew. Majeſtät Iſabey kommen, daß er den König in dieſer lieblichen Stellung male. Iſabey wird ein u⸗ ſolches Bild mit ſeiner Hand und mit ſeinem Herzen zugleich zeichnen, und in vier Wochen muß es als Kupferſtich durch ganz Frankreich verbreitet ſein. Sire, ich wette, dieſes Bild wird überall die Herzen ſten gewinnen, und die Herren vom Corps legislatif können in ihren Pro⸗ cten vinzen nicht halb ſo viel Haß ſäen, als das Bild des betenden Königs von Rom Liebe ernten wird. iſer 5 Sie haben Recht, ſagte der Kaiſer, das iſt eine ſehr gute Idee. Frankreich ſoll erfahren, daß mein Sohn zuerſt für Frankreich, und auſ dann für mich betet. Maret, ſorgen Sie dafür, daß Iſabey morgen in⸗ ſchon kommt. In vier Wochen muß der Kupferſtich fertig ſein.*) mil⸗ ieſer*) Dieſer Kupferſtich iſt wirklich, nach einer Zeichnung von Iſabey, er⸗ eines ſchienen, und giebt ein gar liebliches und anmuthiges Bild von dem kleinen

König von Rom. Mühlbach, Napoleon. III. Bd. 37

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