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ungeſtüm. Hatte ich ihm nicht geſagt: Ich will es, ich bin der König von Rom? Sagen Sie doch, Papa Kaiſer, gehorchen die Huiſſiers Ihnen auch nicht, wenn Sie ſagen: Ich will es?
Der Kaiſer lachte ſo laut und fröhlich, wie in den Tagen ſeines ungetrübten Glückes, und die Miniſter und der Baron von Fontaine ſtimmten fröhlich ein; ſelbſt Frau von Montesquiou konnte ein leiſes Lächeln nicht unterdrücken. Der Knabe ſah es und fragte haſtig: Warum lachen Sie, Quiou? Habe ich denn etwas Lächerliches geſagt?
Nein, vielmehr etwas ſeyr Anmuthiges, ſagte der Kaiſer lächelnd, indem er ſeine Hand auf das blonde Köpfchen ſeines Kindes legte und dieſes feſter an ſeine Bruſt drückte.
Dann ließ er ſich mit dem Knaben im Arme auf einen Fauteuil niedergleiten, und ſeinen Sohn auf ſein Knie ſetzend, ſchaute er ihn mit von Freude ſtrahlenden Blicken an. Sein ganzes Geſicht, jede ſeiner Mienen ſchien jetzt verändert und umgewandelt, von ſtrahlender Milde, durchleuchtet von einem ſanften Glück, einer unendlichen Be⸗ friedigung; ſelbſt ſeine Stimme hatte einen anderen Ton angenommen, ſie war weich und ſchmiegſam und ſchien des Gebietens und Drohens gar nicht fähig zu ſein.
Sire, ſagte der Kaiſer, wir ſprachen ſo eben von Ihnen.
Ach, rief das Kind mit einem ſchelmiſchen Lächeln, ich weiß ſchon! Mein Papa Kaiſer überlegte, was er mir zum Neujahr ſchenken wollte!
Aber, Sire, rief die Gouvernante verweiſend, es iſt nicht ſchicklich, an Geſchenke zu mahnen.
Das Kind erröthete, und dieſes Erröthen fand einen Widerſchein auf den bleichen Wangen des Kaiſers, der es faſt wie einen Schmerz empfand, den Knaben ſo beſchämt zu ſehen.
Madame, ſagte er, ſich haſtig an die Gouvernante wendend, ich habe eine Bitte an Sie: Laſſen Sie mir den König von Rom, ich werde Ihnen denſelben nachher ſelbſt wieder zuführen, und ich verſpreche Ihnen, daß ich Se. Majeſtät gut bewachen will.
Frau von Montesquiou machte eine ceremonielle Verbeugung, grüßte den kleinen König, welcher ihr mit der Spitze ſeiner Finger


